Konsequent: Ulrich Reitz wird auch Chefredakteur von DerWesten.de
Artikel
| 12.12.2009
Ulrich Reitz, Chefredakteur der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung, übernimmt auch die Leitung des Online-Portals DerWesten.de. Die Entscheidung, am letzten Arbeitstag der bisherigen Chefredakteurin und Geschäftsführerin Katharina Borchert lanciert, ist aus Sicht des Essener Zeitungskonzerns konsequent.
Vorgängerin Borchert, die es zum Spiegel zieht, war zwar mit ihrem auf Social Media und Minikamera-bestücktem Lokaljournalismus fokussierenden Konzept häufiger Gast bei New-Media-Konferenzen, aber die praktische Umsetzung war nicht so erfolgreich. Gegen den Düsseldorfer Konkurrenten RP Online blieben die Essener nur zweite Sieger. Zudem gab es in den Print-geprägten Redaktionen der Zeitungsgruppe viele Klagen über unbezahlte Mehrarbeit für den Online-Auftritt, während zur selben Zeit Stellen abgebaut wurden.
Dass sich daran unter Reitz etwas ändert, erwartet allerdings niemand. Der Zeitungs-Mann hat auf Wunsch der Geschäftsführung schon das Sparkonzept des gemeinsamen Content Desks für die WAZ-Blätter an Rhein und Ruhr euphorisch umgesetzt. Da ist die Eingliederung des Online-Auftrittes unter seine Ägide keine Überraschung, auch wenn sich in der Blogosphäre natürlich immer jemand findet, um der Reitz-Figur hinterherzurufen, keine Ahnung vom Internet zu haben.
An einer "Neustrukturierung des Geschäftsmodells" werde noch gearbeitet, lässt die WAZ-Gruppe nun wissen. Die Zeit der Experimente bei DerWesten.de scheint jedenfalls vorbei.
Vorgängerin Borchert, die es zum Spiegel zieht, war zwar mit ihrem auf Social Media und Minikamera-bestücktem Lokaljournalismus fokussierenden Konzept häufiger Gast bei New-Media-Konferenzen, aber die praktische Umsetzung war nicht so erfolgreich. Gegen den Düsseldorfer Konkurrenten RP Online blieben die Essener nur zweite Sieger. Zudem gab es in den Print-geprägten Redaktionen der Zeitungsgruppe viele Klagen über unbezahlte Mehrarbeit für den Online-Auftritt, während zur selben Zeit Stellen abgebaut wurden.
Dass sich daran unter Reitz etwas ändert, erwartet allerdings niemand. Der Zeitungs-Mann hat auf Wunsch der Geschäftsführung schon das Sparkonzept des gemeinsamen Content Desks für die WAZ-Blätter an Rhein und Ruhr euphorisch umgesetzt. Da ist die Eingliederung des Online-Auftrittes unter seine Ägide keine Überraschung, auch wenn sich in der Blogosphäre natürlich immer jemand findet, um der Reitz-Figur hinterherzurufen, keine Ahnung vom Internet zu haben.
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