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Döpfner zu ARD/ZDF: Macht was ihr wollt, aber bitte ohne Werbung

Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner hält die Pläne der Ministerpräsidenten der Länder, das Engagement der öffentlich-rechtlichen Rundfunksender im Internet künstlich zu bescheiden, für "lebensfremd". Am Ende werde nicht wirklich zu kontrollieren sein, ob etwa ein Beitrag von ARD und ZDF im Netz die definierten Grenzen einhält, sagte Döpfner dem Spiegel. "Es ist lebensfremd, wenn man eine neu entstehende multimediale Welt durch Überwachungsgremien und Abmahnungen regulieren will.".

Döpfner widerspricht damit der offiziellen Linie der deutschen Zeitungsverleger, die auf zahlreiche Auflagen für die Rundfunkanstalten drängen. Zum neu entdeckten Lobbyisten für ARD und ZDF taugt der Springer-Chef dennoch nicht. Im gleichen Atemzug fordert er nämlich einen Werbeverzicht der Öffentlich-Rechtlichen - ein Vorschlag, der zwar nicht neu ist, aber dadurch auch nicht schlechter wird.

Der ARD-Vorsitzende Fritz Raff antwortet in solchen Fällen so, wie ein öffentlich-rechtlicher Intendant eben antwortet: "Einen Werbeverzicht halte ich für ungeeignet. Das würde eine Gebührenerhöhung von 1,42 Euro im Monat nötig machen. Das will im Moment niemand aufbringen." Dass eine solche Gebührenerhöhung der Öffentlichkeit nicht vermittelbar wäre, weiß allerdings auch Döpfner. Genau darum macht er ja diesen Vorschlag.
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