Befreiungsschlag im Poker um Bundesliga-Rechte

Hier röhrt nicht Premiere-Platzhirsch Georg Kofler, sondern ein Gesicht der Arena-Werbung
Foto: Arena
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Kunden wird Premiere wohl dennoch verlieren: In allen anderen Kabelnetzen sowie über Satellit vermaktet Arena "seinen" Fußball direkt, will aber - so die Vereinbarung - auch Premiere-Programme verkaufen. Das Bundesliga-Einzelabonnement kostet hier wie dort künftig 14,90 Euro.
Zuvor hatte sich Arena bemüht, mit Branchen-Primus Kabel Deutschland direkt ins Geschäft zu kommen - vergeblich. Premiere hatte wiederum als Partner der Deutschen Telekom, die über die Internet-Rechte verfügt, einen Versuch unternommen, doch noch einen Fuß auf das Spielfeld zu bekommen - sogar die Drohung, dass IP-TV auch auf gewöhnliche Fernsehapparate ohne direkten Internet-Anschluss zu bringen, stand im Raum.
Dass sich die beiden Konkurrenten - Arena hatte Premiere im Bieterstreit ausgestochen - nun zum beiderseitigen Vorteil einigten, ist eine überraschende Pointe. Über den Umweg Premiere kann Arena, hinter der wiederum die Unity Media, ein Zusammenschluss der Kabelbetreiber Iesy, Ish und Tele Columbus steht, doch noch die fast zehn Millionen Kabelkunden von Kabel Deutschland und damit fast alle 36 Millionen Kabelanschlüsse hierzulande erreichen. Auch die zuvor in den Keller gegangene Premiere-Aktie stieg sprunghaft an. Als Verlierer der Einigung gilt hingegen Kabel Deutschland: Der Kabel-Gigant habe sich im Rechtepoker verzockt, urteilten Branchenexperten.
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Zuletzt bearbeitet 13.07.2006 12:44 Uhr
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