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Wayback Machine

Dieses Archiv ist wie ein Blick ins Fotoalbum, eine Zeitreise in die Vergangenheit des World Wide Web. Mit Hilfe der Wayback-Machine lassen sich Schnappschüsse von Websites seit 1996 abrufen. Je populärer eine Seite, desto häufiger ist sie konserviert worden und desto tiefer ist die Archivierung gegangen. Nach Betreiberangaben hat das Archiv eine Größe von über elf Milliarden Webseiten erreicht. Die Netzpresse taucht dort übrigens erstmals 1999 auf. Aber auch viele Websites, die inzwischen verschwunden sind, feiern in der Wayback Machine ein unerwartetes Revival. Dank einer 2003 hinzugekommenen Suchfunktion namens Recall lässt sich der gesamte Datenbestand auch gezielt durchforsten. Abgespeichert sind keine Screenshots, sondern der HTML-Code, so wie er zum Zeitpunkt der Aufnahme von der Crawler-Software angetroffen wurde. Dazu ist ein erheblicher Computer-Park notwendig. Die zugehörigen Grafiken fehlen allerdings des öfteren, auch ein echtes Blättern in einer Website ist nicht möglich, da meist nur die Homepage und/oder wenige darunter liegende Seiten kopiert wurden. Die Wayback Machine ist ein Non-Profit-Projekt. Das hat sie allerdings nicht vor Copyright-Problemen bewahrt. Dazu mag auch beigetragen haben, dass der Mann hinter der Wayback Machine, Brewster Kahle, kein unbeschriebenes Blatt ist. Mit der in einigen Browsern vorhandenen oder aktivierbaren Software Alexa Internet zeichnet der Internet-Pionier das Surfverhalten der Nutzer auf, um die Popularität von Websites zu messen. Viele halten das für nützlich, andere schlicht für Spionage.
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Zuletzt bearbeitet 23.09.2003 10:25 Uhr