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Frankfurter Allgemeine Zeitung, Süddeutsche Zeitung, Die Welt

Staranwalt Matthias Prinz melkt die Yellow Press

Die "eigenwilligen Methoden" des "Staranwaltes" Matthias Prinz, der die Yellow Press mit "hunderten von Verfahren" überziehe, bemängelt die Welt. Zwar hat Springer mit dem streitbaren Juristen (und Sohn eines ehemaligen Bild-Chefredakteures) selbst schon Erfahrungen gesamelt, doch steht im Zentrum dieser Geschichte der Klambt-Verlag, der von Prinz mit 1558 einzelnen Ansprüchen überzogen wurde. 17 Umzugskartons füllen in Baden-Baden die Schriftsätze und Vorgänge eines knappen Jahres. Dass das ein bisschen viel sei, suggeriert der Welt-Artikel, zumal "unklar" sei, ob das schwedische Königshaus, in dessen Auftrag Prinz handelt, überhaupt wisse, in welchem Ausmaß der Anwalt hierzulande in seinem Namen prozessiere. Laut einer Stellungsnahme vom 20. Oktober war dort jedenfalls nur ein Fall bekannt. Inzwischen hat das schwedische Königshaus aber ganz offiziell Fordrungen auf Schmerzensgeld oder Schadenersatz bestätigt. Prinz sammelt indes weiter inkriminierende Titelseite bis zurück ins Jahr 1999. Klambt-Verlagsleiter Rüdiger Dienst habe er versprochen, sein Haus künftig "wohlwollender zu behandeln", wenn der ihm mit Material von Konkurrenzverlagen aushelfe. Da bekommt man schon fast Mitleid mit den Besserung gelobenden Geschichten-Erfindern von Klambt, denen Prinz - so der Verlagsleiter - einen Gesamtvergleich über vier Millionen Euro Schmerzensgeld vorgeschlagen habe. Den Verlag mit 300 Mitarbeitern würde dies "platt" machen, vertraute Dienst der FAZ an. Die Süddeutsche ließ sich indes von einer royalen Sprecherin erklären, es sei verfrüht, von vier Millionen zu sprechen.
Zuletzt bearbeitet 24.11.2004 09:54 Uhr
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