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Berliner Zeitung, Süddeutsche Zeitung

Wolfram Weimar und die FAZ-Chefredaktion

Wer hat über den Frankfurter Platow Brief das Gerücht gestreut, dass die FAZ ihr Herausgebergremium abschaffen und ab . Januar 2003 nur noch einen Chefredakteur, nämlich Wolfram Weimer, erhalten solle? Dass der Welt-Mann Weimar selbst der Streuungsherd gewesen wäre, bezeichnet die Süddeutsche Zeitung erst einmal als "ausgeschlossen": Das wäre ja "unklug und stillos", also wirklich!

Und zitiert im nächsten Ansatz ein Schreiben des künftigen FAZ-Ausichtsratschefs Wolfgang Bernhardt: Weimer habe über sein Sekretariat um den Gesprächstermin gebeten. "Wir sind uns bislang weder beruflich noch anderweitig begegnet. Von daher habe ich Ihren Gesprächswunsch gern aufgegriffen“. Nach der Platow-Meldung allerdings, "deren Hintergründe und Quellen ich nur vermuten kann“, sagte Bernhardt ab, um "allen unsinnigen Spekulationen den Boden zu entziehen".

"Dubiuos" findet das auch die Berliner Zeitung, die die Geschichte ähnlich erzählt und dahinter einen "Machtkampf" zwischen Sanierer Bernhardt und dem "untereinander heillos zerstrittenen Gremium der Herausgeber" vermutet. In der Süddeutschen hingegen ahnt man Schlimmes für den "einfallsreichen Wolfram Weimer": Das "von wem auch immer platzierte Stellengerücht" könne "Konsequenzen haben. Sein Job bei Springer soll in Gefahr sein".
Zuletzt bearbeitet 29.10.2002 12:25 Uhr
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