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"Wackel-Währung" Radio-ma

Hitradio RTL Sachsen verlor auf mysteriöse Weise 50.000 seiner 140.000 Hörer. In Bayern dagegen gab es plötzlich fünf Prozent mehr Radiohörer als noch vor einem halben Jahr. Und in Berlin bejubelte der kleine Musiksender Motor FM "höchste Zuwachsraten unter den Berliner Sendern": um 3.000 auf, nun ja, 12.000 Hörer in der Durchschnitts-Stunde. Drei bei Blogmedien zu lesende Beispiele, warum die jedes Jahr im Februar und im Juli von der ag.ma publizierten Radio-Mediaanalysen (ma) umstritten sind.

Die Ergebnisse seien bei ihrer Veröffentlichung nicht nur veraltet - die ma 2009 Radio II besteht jeweils zur Hälfte aus den Umfrageergebnissen vom Herbst 2008 und Frühjahr 2009 -, sondern auch längst nicht immer nachvollziehbar: "Fünf Prozent 'Schwankungsbreite' wird von Markt- und Medienforschern ohnehin in Kauf genommen [...], zumindest in der Media-Analyse, die deswegen von Werbetreibenden und Media-Agenturen auch schon mal als 'Wackel-Währung' verspottet wird."

Trotzdem: Irgendeine "Währung" braucht die werbetreibende Industrie. Und weil die ag.ma von Radioveranstaltern und Werbern getragen wird, starren am Ende doch wieder alle auf die seltsamen Zahlen.
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