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Berliner Zeitung

Traffic, ein exklusives Gratis-Blatt "to go" aus Berlin-Mitte

Stilecht in einer Berliner Mitte-Bar wurde die Neuerscheinung einer Gratiszeitschrift begossen, die sich zur Abwechslung mal nicht an ein Massenpublikum, sondern an eine kaufkräftige Nische richtet. Traffic News To Go - online findet sich bislang ganz Mitte-untypisch lediglich ein veraltetes MySpace Profil - erscheint nur in einer Auflage von 5.000 Stück und ist "eine gutaussehende, 48 Seiten umfassende Kultur- und Gesellschaftszeitung, die sich liest, als sei sie an eine Zielgruppe gerichtet, die weiß, was sie will", schreibt die Berliner Zeitung, die den Bericht über das exklusive Gratis-Blatt tatsächlich exklusiv hat.

Die Autoren kommen von der FAS, Monopol oder GQ, und der Name von Ophelia Abeler, die laut Berliner Zeitung und ihrem Autor Klaus Raab als Chefredakteurin fungiert, findet sich noch in den Online-Trümmern der eingestellten Zeitschrift Vanity Fair unter dem "großen Geschenke-Spezial" - allerdings für Weihnachten 2008. Als Verleger fungiert ein Jaques Stevens, der bei LinkedIn gleich zwei Profile hat: Eines als Gründer und Verleger, das andere als Chefredakteur von Traffic.

Zu lesen gibt es in der Premierennummer "ein gutes Interview mit dem Künstler Daniel Richter" (wieder die Berliner) ebenso wie das offenbar trotz Vanity-Fair-Einstellung nicht tot zu kriegende Kosmopoliten-Posing: "Wir wollen auch mal in St.Moriiiiiitz Champagner schon vorm Après-Ski trinken". Die nächste Ausgabe ist zur Berlinale geplant.
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