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"Spiegel"-Affäre mit Oskar Lafontaine

Was hat der Spiegel mit Oskar Lafontaine zu laufen? Warum wärmte das Hamburger Nachrichtenmagazin ein bereits 2006 kursierendes Gerücht auf und sagte dem Parteichef ein Verhältnis mit der Links-Politikerin Sarah Wagenknecht nach? "Es ist unvorstellbar, dass der Spiegel so rüde die Privatsphäre eines ihm politisch genehmen Politikers ignorieren würde", meint die taz.

Geschichten über private Affären gehörten zwar nicht in den Spiegel, so Chefredakteur Georg Mascolo zum Tagesspiegel. "Aber in diesem Fall hat das Private höchst politische Folgen. Deshalb haben wir darüber berichtet." Darüber, dass Lafontaine wegen der Affäre auf Geheis seiner Frau an die Saar zurückkehren musste. Weil der Berlin-Rückzug schon vor der Bundestagswahl feststand, habe der Politker seine Wähler getäuscht.

Am Dienstag hat Lafontaine allerdings bekannt gegeben, dass er sich einer Krebs-Operation unterziehen müsse. Am Mittwoch charakterisierte die Süddeutsche das Spiegel-Konstrukt bereits in anderthalb Sätzen als "umständlich". Und die taz legt nun nach: Eine "doppelte Blamage", ein "GAU" sei diese Wendung für den Spiegel. Dessen Führungshälfte Mascolo wünschte dem Linkspartei-Chef derweil via Tagesspiegel eine "schnelle und vollständige Genesung“.
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