Salon probiert neue Abo-Variante

Leser des angesehenen Online-Magazins Salon.comhaben künftig die Wahl, ob sie Werbung in Kauf nehmen oder 30 Dollar pro Jahr für eine werbefreie Version zahlen wollen. Dies ist der neueste Versuch in dem alten Spiel, die von kostenfreie Inhalten verwöhnte Online-Gemeinde an Abonnementsgebühren zu gewöhnen. Die Ironie der Geschichte: Nachdem sich erwiesen hat, dass die Finanzierung durch Bannerwerbung nicht tragfähig ist, hofft Salon nun darauf, dass die Surfer durch die neuerdings noch großformatigeren Anzeigen abgeschreckt und zum Abo getrieben werden. Außerdem verspricht "Salon Premium" zusätzliche Inhalte. Die Idee einer werbefreien, aber kostenpflichtigen Variante ist im Übrigen nicht neu: einige kleinere Software-Hersteller operieren ebenso, indem sie ihre Programme mit einem Werbefenster frei verfügbar machen, die Produktanpreisungen aber bei Erwerb einer Lizenz abstellen. Salon hatte wie andere Online-Ventures auch in den letzten Monaten Mitarbeiter entlassen und Gehälter senken müssen. Nach eigenen Angaben verzeichnete die Website im Februar 2001 2,7 Millionen Besucher.
Zuletzt bearbeitet 21.03.2001 12:07 Uhr