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Tageszeitung

Ruiniert Schirrmacher die FAZ?

Gerade erst hat die FAZ eine neue Entlassugswelle ausgelöst, doch Solidarität mit den Geschassten oder gar Einspruch gibt es bei den "klugen Köpfen" nicht. Dabei ist die Krise des Blattes nicht nur Produkt der Anzeigenflaute, schreibt Zeit-Veteran Klaus Harpprecht in der taz, "sondern auch die Folge grotesker Managementfehler". Die gingen vor allem auf das Konto von "Dr. Frank-Felix Schirrmacher-Krull", dem Harpprecht zwar "genialische Gaben", aber auch Größenwahn und Egomanie bescheinigt. So habe der "Übermensch mit dem merkwürdig unfertigen Posaunenengel-Gesicht" noch 2001, als die Zeitung längst in den roten Zahlen steckte, das Feuilleton nach Berlin umziehen wollen. Korresponden von Rang wie Joseph Hannimann in Paris oder Dietmar Polaczek in Mailand wurden zu Opfern des "besessenen Egomanen". Qua Satzung der FAZ-Stiftung sind die Herausgeber verpflichtet, für das wirtschaftliche Wohlergehen der Zeitung zu sorgen. Aber ein Spieler wie Schirrmacher sei in der FAZ-Verfassung nicht vorgesehen, meint Harpprecht.
Zuletzt bearbeitet 03.07.2003 09:54 Uhr
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