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Tageszeitung

Neue europäische Suchmaschine Accoona lanciert

Accoona.eu heißt eine neue Suchmaschine, von deren offiziellem Europastart in Paris taz-Korrespondentin Dorothea Hahn berichtet. Unter dem Slogan "erste europäische Suchmaschine" soll der Dienst wohl gegen den übermächtigen US-Konkurrenten Google in Stellung gebracht werden - als gäbe es in Europa noch keine Suchmaschinen. Wahr ist allerdings, dass das von der Politik lancierte deutsch-französische Suchmaschinen-Projekt Quaero nicht in die Gänge kommt. Hinter Accoona (Kisuaheli für "Kein Problem") steht dagegen eine US-Firma aus New Jersey.

Bei der Präsentation in Paris waren US-Präsident Bill Clinton, Accoona-Aktionär Anatoli Karpow, der frühere Schach-Weltmeister, und Diplomaten aus sieben europäischen Ländern, deren Sprachen Accoona versteht, dabei. Fehlte nur der chinesische Minister Zhao Qizheng, der mit Accoona eine Kooperation für die Olympischen Spiele 2008 in Peking unterzeichnet hat. Dafür bringt der neue Suchdienst bei der Suche nach "4. Juni" erst an 94. Stelle einen Verweis auf das Massaker am Platz des Himmlischen Friedens.
Zuletzt bearbeitet 03.07.2006 12:40 Uhr
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