N24: Vom bulimischen News-Kanal zum "modernsten Nachrichtensender Europas"
Artikel
| 01.10.2007
Der Nachrichtensender N24 plant Anfang des Jahres 2008 einen Ausbau seiner Internetpräsenz und will seine Inhalte über die Grenzen des Mutterkonzerns ProSiebenSat.1 hinaus vermarkten. "Wir wollen unter den Nachrichtenportalen im Internet mittelfristig unter den ersten fünf sein", sagte Konzernchef Guilleaume de Posch der Financial Times Deutschland.
Bislang zeigt das N24-Onlineportal keinen besonderen Erkennungswert und übernimmt seit drei Jahren Nachrichten der Netzeitung. Nach Agof-Reichweitenzahlen rangiert n24.de nur etwa auf Platz 20 in der Rangliste der deutschen News-Seiten.
Der "Marketing- und Inhaltepush", den de Posch jetzt ankündigt, kommt allerdings reichlich spät. Bisher sei es jedoch darum gegangen, ob der Sender überhaupt weiter existieren soll. "Jetzt können wir die nächste Stufe nehmen und den Sender zu einem multimedialen Unternehmen ausbauen", sagte de Posch, der als lünftige Partner für die Vermarktung von Inhalten Printkonzerne wie Springer, Holtzbrinck oder Burda sieht. Auch räumlich will N24 expandieren; der bisher in der Berliner Sat.1-Zentrale untergebrachte Sender braucht für seine Neuausrichtung mehr Platz.
N24-Geschäftsführer Torsten Rossmann kann sich seinen Kanal zwar schon als "modernsten Nachrichtensender Europas" vorstellen. Doch ausgerechnet im traditionellen Fernsehgeschäft, aus dem die Marke N24 stammt, ist die Luft vollkommen raus. Mit dürren 1,1 Prozent Marktanteil in der "Zielgruppe" (Durchschnitt im 1. Halbjahr 2007) sieht sich N24 immerhin vor dem RTL-Konkurrenten n-tv (0,7 Prozent).
Dass aus dem auch inhaltlich recht schmalbrüstigen Programm laut de Posch sogar noch eine Umsatzrendite von derzeit rund 20 Prozent herauspresst wird, hört sich gar nicht gesund an. Vielmehr klingt es besorgniserregend nach News-Bulimie.
Bislang zeigt das N24-Onlineportal keinen besonderen Erkennungswert und übernimmt seit drei Jahren Nachrichten der Netzeitung. Nach Agof-Reichweitenzahlen rangiert n24.de nur etwa auf Platz 20 in der Rangliste der deutschen News-Seiten.
Der "Marketing- und Inhaltepush", den de Posch jetzt ankündigt, kommt allerdings reichlich spät. Bisher sei es jedoch darum gegangen, ob der Sender überhaupt weiter existieren soll. "Jetzt können wir die nächste Stufe nehmen und den Sender zu einem multimedialen Unternehmen ausbauen", sagte de Posch, der als lünftige Partner für die Vermarktung von Inhalten Printkonzerne wie Springer, Holtzbrinck oder Burda sieht. Auch räumlich will N24 expandieren; der bisher in der Berliner Sat.1-Zentrale untergebrachte Sender braucht für seine Neuausrichtung mehr Platz.
N24-Geschäftsführer Torsten Rossmann kann sich seinen Kanal zwar schon als "modernsten Nachrichtensender Europas" vorstellen. Doch ausgerechnet im traditionellen Fernsehgeschäft, aus dem die Marke N24 stammt, ist die Luft vollkommen raus. Mit dürren 1,1 Prozent Marktanteil in der "Zielgruppe" (Durchschnitt im 1. Halbjahr 2007) sieht sich N24 immerhin vor dem RTL-Konkurrenten n-tv (0,7 Prozent).
Dass aus dem auch inhaltlich recht schmalbrüstigen Programm laut de Posch sogar noch eine Umsatzrendite von derzeit rund 20 Prozent herauspresst wird, hört sich gar nicht gesund an. Vielmehr klingt es besorgniserregend nach News-Bulimie.
Externe Artikel
27.09.2007
Financial Times Deutschland
Weitere Artikel
28.08.2007
Netzpresse
15.07.2007
Netzpresse
15.11.2004
Netzpresse
Kommentare:
Seien Sie der Erste, der diesen Beitrag kommentiert
@netzpresse
Newsfeeds
Suchen
Seiten-Index
Impressum
Kontakt