Kirch vs. Deutsche Bank: Schlacht, aber nicht Krieg verloren

Ja, es kann ganz einfach sein, Bargeld von Deutschlands größtem Geldinstitut zu erhalten.
Foto: Deutsche Bank
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Ja, es kann ganz einfach sein, Bargeld von Deutschlands größtem Geldinstitut zu erhalten.
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Ganz zu Ende geht die Kirch-Saga wohl nie. Es ist deshalb zumindest Chronistenpflicht zu vermelden, dass Leo Kirch einen Schadenersatzprozess um zwei Milliarden Euro gegen die Deutsche Bank verloren hat. Zwar liegt die schriftliche Urteilsbegründung noch nicht vor, aber das Landgericht München hat offenbar nicht erkennen können, dass zwischen den 17 klagenden Kirch-Firmen und der Bank eine direkte Vertragsbeziehung bestand, die Kirchs Ansprüche begründet hätte.

Diese Ansprüchen belaufen sich sogar auf insgesamt 3,5 Milliarden Euro; eine weitere Klage der Kirch-Printbeteiligung GmbH auf Entschädigung wird nämlich separat verhandelt. Dort stehen die Chancen besser: Die Bank war Darlehensgeber der Print-Tochter und übernahm nach der Insolvenz den 40-Prozent-Anteil Kirchs am Axel-Springer-Verlag. Im Jahr 2006 sprach der Bundesgerichtshof der Printbeteiligung GmbH bereits einem grundsätzlichen Schadensersatz-Anspruch zu.

Breuers TV-Äußerung
Kirch Hauptargument lautet, der damalige Vorstandschef der Bank, Rolf Breuer, habe 2002 in einem Interview des Senders Bloomberg TV die Kreditwürdigkeit der Kirchgruppe angezweifelt und damit die Insolvenz erst herbeigeführt habe. Auch das Bundesverfassungsgericht sah in dieser öffentlichen Äußerung darin eine Verletzung vertraglicher Pflichten.

Kirch will gegen das Münchner Urteil Revision einlegen. Er hat eine Schlacht verloren, aber noch nicht den ganzen Krieg. Schon im Mai könnte es mit der Klage der Printbeteiligungs GmbH vor Gericht weitergehen. Die Saga ist noch lange nicht zu Ende.