Neue Zürcher Zeitung

E-Books haben sich nicht durchgesetzt

Es war 1999, als die E-Books auf der Frankfurter Buchmesse auftauchten, um das Ende der gedruckten Bücher einzuläuten. Doch die Revolution fand nicht statt. "Noch vor dem Ende des Abendlandes gilt es jetzt das Ende der E-Books zu vermelden", schreibt die NZZ unter Anspielung darauf, dass die US-Buchhandelskette Barnes&Noble gerade verkündet hat, keine elektronischen Bücher mehr zu vertreiben. Vor zwei Monaten hatte schon die US-Firma Gemster, Besitzer der beiden E-Book-Pioniere Nuvomedia und Softbook, den Verkauf der Lesegeräte eingestellt. E-Books gelten als zu teuer und nicht benutzerfreundlich. Neben diesen pargmatischen Gründen legt der NZZ-Artikel aber noch einen kulturellen Mangek nahe: "Trotz Inkompatibilitäten und Softwareproblemen könnte man sich daran gewöhnen, Gebrauchstexte - Handbücher, Nachschlagewerke - elektronisch zu nutzen. Doch hohe Literatur auf dem Flachbildschirm? Nein. Mit der Nickel- Hydrid-Batterie in die Badewanne? Mit Flash- ROM unter die Bettdecke? Niemals!"
Zuletzt bearbeitet 13.09.2003 00:03 Uhr
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