Sie befinden sich hier:

Der Spiegel

ARD-Politmagazine reden nicht mit "Zapp"

Eigentlich wollte das NDR-Medienmagazin Zapp mit Hilfe der ARD-Politmagazine einen Bericht über Interview-verweigernde Politiker drehen. Doch dann verweigerten die Magazinmacher selbst Interviews bei einem Treffen in Leipzig, wo Zapp drehen wollte.

Auch die Ausweichvariante, mit Monitor nur ein Magazin exemplarisch zu betrachten, scheiterte: Auskünfte dürfe nur Redaktionsleiterin Sonka Mikich erteilen, die sei jedoch im Ausland und könne nur zuvor eingereichte Fragen per Videobotschaft beantworten.

Schließlich sagte Zapp den Beitrag ab. Der Spiegel, der diese Petitesse publiziert, wertet den Interview-Boykott als Zeichen der Nervosität: Gerade erst hat der neue ARD-Programmdirektor Volker Herres in einem Interview über eine stärkere Zentralisierung der Magazine unter einer Dachmarke spekuliert. Zudem hätten die Magazinmacher eine Generalabrechnung durch Zapp befürchtet.

Dabei weiß man doch: Für Generalabrechnungen sind Monitor und Co. höchstselbst zuständig.
Sie sind: Gast | Login | Registrieren