dpa erfindet sich neu und schreibt rote ZahlenArtikel | 23.06.2010 18:40 Uhr
Die Deutsche Presse-Agentur schreibt erstmals in ihrer Geschichte ein sattes Minus: 2009 wurde ein Fehlbetrag von 3,8 Millionen Euro erwirtschaftet. Dahinter stehe jedoch keine Unternehmens-Krise, betont das dpa-Management, sondern der "Relaunch der Agentur", die am 15. September ihre neue Zentralredaktion in Berlin offiziell eröffnen will. Für den Umzug hat die Agentur Rückstellungen in Höhe von 7,7 Millionen Euro vorgenommen. Zudem sei das Gesamtergebnis durch "unvorhersehbare Belastungen" beim Tochterunternehmen PPS Presse-Programm-Service getrübt worden.
Und dann wäre da noch die vor eineinhalb Jahren heftig debattierte dpa-Kündigung der WAZ, die sich im um 3,8 Millionen Euro auf 90,3 Millionen Euro gesunkenen Gesamt-Umsatz niedergeschlagen hat. Bei den Wort-Diensten büsste die Agentur durch den WAZ-Verzicht nach eigenen Angaben 3,4 Prozent Umsatz ein, im Bildbereich sorgten die WAZ sowie "der Auflagenrückgang und das schwierige Marktumfeld" gar für fünf Prozent Verlust. Offen ist noch, ob der Tagesspiegel seine Kündigungs-Drohung aufrecht erhält. Dass dpa sich ausgerechnet beim Konkurrenten Springer einmietet, schlug dem Berliner Holtzbrinck-Blatt auf dem Magen. Vom zentralen Newsdesk für 300 Mitarbeiter über das Kundenportal dpa.news bis zum neuen Redaktionssystem Ines: Die dpa erfindet sich gerade neu und wird auch im laufenden Jahr mehr Ausgaben als Einnahmen produzieren: Geschäftsführer Malte von Trotha rechnet für 2010 "insgesamt mit einem verbesserten, aber noch negativen Ergebnis". Externe Artikel 23.06.2010 | Pressemitteilung/ots Weitere Artikel 27.01.2010 | Netzpresse 07.11.2009 | Netzpresse 18.08.2009 | Netzpresse 16.01.2009 | Netzpresse 16.01.2009 | Netzpresse Kommentare:
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