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Zitiert: Rachsüchtiger Kai Diekmann hinter spielerischer Blog-Fassade

"Ich habe bis heute nicht verstanden, warum so viele Kollegen meinen, Diekmanns Blog sei 'selbstironisch'. Ja, gelegentlich demonstriert er eine gutgelaunte Distanz zu sich selbst, und manchmal karikiert er auch die Karikatur, die seine Kritiker von ihm zeichnen. Aber das waren nur Spurenelemente und Ablenkungen in einem Blog, das im Wesentlichen dazu diente, mit seinen Gegnern abzurechnen. Man muss schon sehr geblendet sein von der bunten, fröhlichen, spielerischen Oberfläche des Ganzen (und dem unbestreitbaren Charme seines Namensgebers), um hinter der Fassade einen lockeren Spaßmacher zu sehen und nicht einen rachsüchtigen Mann mit Macht, der mindestens fünfstellige Rechtskosten in Kauf nimmt und nehmen kann, um seine Gegner anzugreifen. [...] Man muss Diekmann dazu gratulieren, wie erfolgreich seine Strategie war und wie sehr ihm die unterhaltungssüchtigen Journalisten auf den Leim gegangen sind."

... schließlich wollen auch Bild-Leute in Wirklichkeit nur geliebt werden. Stefan Niggemeier, Medienjournalist und neuerdings Ex-Bildblogger, in einem gebloggten Essay über Kai Diekmann und dessen nach 100 Tagen oder so eingestellten Blog.
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