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Zitiert: Content war immer kostenlos

"Ich habe die Debatte über die Erhebung von Gebühren für Online-Inhalte mit einer Mischung aus Amüsement und Verblüffung verfolgt - aus zwei Gründen: Der erste ist, dass anscheinend angenommen wird, dass für Content in gedruckter Form immer schon gezahlt wurde, während Online-Content kostenlos ist. Tatsächlich war Content immer kostenlos: Nur ist er eben all die Jahre mit Hilfe der Werbung davongekommen. Der zweite Grund ist, dass die Bezahlung für Online-Inhalte zwar sicher ein wichtiges Feld für erfolgreiche Verleger der Zukunft sein wird. Wer aber glaubt, sie sei die einzige Antwort auf die Krankheit der Branche, hat sich schwer getäuscht."

Marc Reeves, Chefredakteur der englischen Regionalzeitung Birmingham Post, in einem Vortrag im Oktober 2009. Inzwischen wurde die Post auf wöchentliches Erscheinen umgestellt, und Reeves hat die Zeitung zum Jahreswechsel verlassen:

"Aber ich habe mich entschlossen auszusteigen. Nicht weil ich denke, dass Zeitungen keine Zukunft haben, sondern weil ich glaube, dass sie und eine ganze Generation neuer Medien-Marken und -Dienste sich länger halten werden, wenn sie unbelastet von den Überbleibseln und der kostspieligen Infrastruktur der Großverlage sind."
Zuletzt bearbeitet 03.01.2010 14:04 Uhr
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