Ein Jubiläum ruft die
Welt aus - zehn Jahre Online-Zeitungen - und erkennt mehr als einen Hoffnungsschimmer am Horizont:
"Der ersten Euphorie folgte eine vor allem betriebswirtschaftliche Ernüchterung. Nun keimt global wieder vorsichtiger Optimismus." Doch mit bezahlten Inhalten tun sich nicht nur deutsche Zeitungshäuser schwer. Bekanntes Beispiel: Die
LA Times erwägt, ihre News wieder freizugeben.
Während auch hierzulande der Werbemarkt wächst, kommen E-Paper nicht in Schwung. Von den 22 Tageszeitungen, die die Auflagenstärke von der IVW prüfen lassen, erreichen gerade vier mehr als 1000 Leser. Doch weil der Produktionsprozess ohnehin digital von statten geht, gelten E-Papers als
"Nischenprodukt mit dem Charme des billigen Abfalls", so Christoph Nogly, Multimedia-Referent beim
Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger.
Doch nicht nur E-Papers werden gezählt, sondern auch der Erfolg von Zeitungs-Homepages soll für Werbekunden besser nachvollziehbar sein. Die 2002 gegründete
Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung wird in den nächsten Tagen ihre ersten regulären Quartalszahlen für Mitglieder und Lizenznehmer, darunter mehrere Großverlage, veröffentlichen. Gemessen werden Seitenabrufe, ergänzt um Online-Befragungen und Telefon-Interviews.