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Frankfurter Rundschau, Tagesspiegel, Tageszeitung, Berliner Zeitung:
Wunden lecken bei den "Mainzer Tagen"

Was gibt's Neues in der Krisenbranche? Eigentlich nichts. Bei den Mainzer Tagen der Fernsehkritik traten die üblichen Verdächtigen auf, um sich der Ausweglosigkeit der Lage zu versichern, und weil die Berichterstatter selbst trüber Stimmung sind, flüchtet man sich bei der Berichterstattung in "Eindrücke" (Berliner Zeitung) oder zehn mehr oder weniger ernst gemeinte "Erkenntnisse" (taz), untermalt von gelegentlichen kleinen Spitzen. Kein Wunder also, dass Stefan Jos in der FR, der ja selbst jammervoll zumute ist, "jammervolle Gestalten ... auf den Podien und an den Bistrotischen" beobachtete und die berufsoptimistischen Managertypen offenbar sehr stark vermisste: "In der Krise aber kann man nicht leuchten, und so langweilt man sich eben." Harald Martenstein vom Tagesspiegel langweilte sich vor allem bei der Rede von ZDF-Gastgeber Markus Schächter, womit auch in dieser Zeitung einmal gestanden hätte, dass Schächter ein schlechter Redner ist. Anders als in der FR finden sich im Tagesspiegel aber doch noch ein paar Berufsoptimisten: "Fragt man den typischen Medienmanager, dann ist überall die Lage dramatisch, seinem eigenen Haus aber geht es eigentlich noch ganz gut." Nur dem Tagespiegel nicht, was dortselbst mit Galgenhumor quittiert wird: "Jede Zeitung kann man relativ leicht profitabel machen. Man muss einfach so lange kürzen, bis es passt." Doch: "Irgendwann ist Ende." Hat Michael Grabner vom Tagesspiegel-Verleger Holtzbrinck gesagt.
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Zuletzt bearbeitet 03.04.2003 14:10 Uhr