Süddeutsche Zeitung:
Werbung, Qualität, Schieflage im Dualen System
Presseschau | 12.03.2009
Eben noch stellte der seit gut einem Jahr amtierende Vorsitzende der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten, Thomas Langheinrich, im Interview der Süddeutschen Zeitung eine duale Forderung auf: ARD und ZDF müssten auf Programm-Sponsoring nach 20 Uhr verzichten, um eine wirtschaftliche "Schieflage" im Rundfunksystem zu verhindern.
Umgekehrt will Langheinrich mit den Kommerzsendern eine Qualitätsdebatte führen. "Dafür können Anreizsysteme geschaffen werden - wie zum Beispiel gute Positionen im Programmangebot von Satellit, DVB-T oder Kabel, die Zuschauer leichter finden."
Zumindest ein Teil von Langheinrichs Forderung erweist sich nun als self-fulfilling profecy: Kaum ist das Interview draußen, schon stellen die Ministerpräsidenten der Länder auf einer Tagung der Landesmedienanstalten in Aussicht, dass ab der nächsten Gebührenperiode - also ab 2013 - den Öffentlich-Rechtlichen das Programm-Sponsoring am Abend tatsächlich verboten wird. Das wäre dann zumindest ein erster Schritt zum viel diskutierten Werbeverbot für den gebührenfinanzierten Rundfunk.
Fehlt allerdings noch der andere Teil der Forderung: die Qualität des Privatfernsehens. Vielleicht wächst sie dann ja auch, ab 2013.
Umgekehrt will Langheinrich mit den Kommerzsendern eine Qualitätsdebatte führen. "Dafür können Anreizsysteme geschaffen werden - wie zum Beispiel gute Positionen im Programmangebot von Satellit, DVB-T oder Kabel, die Zuschauer leichter finden."
Zumindest ein Teil von Langheinrichs Forderung erweist sich nun als self-fulfilling profecy: Kaum ist das Interview draußen, schon stellen die Ministerpräsidenten der Länder auf einer Tagung der Landesmedienanstalten in Aussicht, dass ab der nächsten Gebührenperiode - also ab 2013 - den Öffentlich-Rechtlichen das Programm-Sponsoring am Abend tatsächlich verboten wird. Das wäre dann zumindest ein erster Schritt zum viel diskutierten Werbeverbot für den gebührenfinanzierten Rundfunk.
Fehlt allerdings noch der andere Teil der Forderung: die Qualität des Privatfernsehens. Vielleicht wächst sie dann ja auch, ab 2013.
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12.03.2009 | Süddeutsche Zeitung
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