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Vor dem 2. Gesundheitspolitischen Forum zur beruflichen Integration von Rheumapatienten:
Beschäftigung erhalten, Bedingungen optimieren

Potsdam/Cottbus, 23. November 2011. Menschen mit chronischen Krankheiten in den Arbeitsprozess integrieren – das bedarf der Information und Hilfestellung. Wir sprachen darüber mit Simone Wuschech, Integrationsamt des Landes Brandenburg. Sie zählt zu den Referenten des 2. Gesundheitspolitischen Forums der Deutschen Rheuma-Liga Brandenburg. In Potsdam werden am 3. Dezember bessere Möglichkeiten der beruflichen und medizinischen Integration von Rheumapatienten stehen.

Welche Erfahrungen haben Sie als Leiterin des Integrationsamtes mit Rheumapatienten gemacht?
S. Wuschech: Zunächst möchte ich darauf verweisen, dass wir und unsere Integrationsfachdienste in einer Vielzahl von Fällen schwerbehinderte Menschen mit einer Körperbehinderung im Bereich des Stütz- und Bewegungsapparates und ihre Arbeitgeber beraten und mit unseren Leistungen unterstützen. Dabei legen wir im Integrationsamt unseren Fokus nicht auf die Ursache der Behinderungen, sondern auf deren Auswirkungen im Arbeitsleben und die Beseitigung von Erschwernissen.

Welche Probleme gibt es bei der Vereinbarkeit von Ausbildung bzw. Berufsausübung und chronischer Erkrankung?

S. Wuschech: Von Seiten schwerbehinderter Menschen zum Beispiel eingeschränkte Belastbarkeit durch chronische Schmerzen. Es werden z. B. mehr Pausen benötigt. Besonders wichtig ist auf der anderen Seite die Bewusstseinsbildung der unmittelbaren Kollegen, um Akzeptanz für behinderungsbedingte Auswirkungen aufzubauen.

Was kann das Integrationsamt tun, um Rheumapatienten in Arbeit zu bringen? Wie wird das umgesetzt?

S. Wuschech: Die Vermittlung von schwerbehinderten Menschen in Arbeit ist hauptsächlich Aufgabe der Bundesagentur für Arbeit. Das Integrationsamt ist dafür zuständig, dass Beschäftigung für Menschen mit Behinderung erhalten wird. Es unterstützt Arbeitgeber bei der Neuschaffung von Arbeitsplätzen für schwerbehinderte Menschen durch Zuschüsse für neue geeignete Arbeitsplätze und gewährt Leistungen der begleitenden Hilfe im Arbeitsleben an Arbeitgeber und an schwerbehinderte Menschen. Darüber hinaus sind wir bei Gefährdung des Arbeitsverhältnisses präventiv tätig. Die Integrationsfachdienste beraten und unterstützen schwerbehinderte Menschen und deren Arbeitgeber. Wir führen umfangreiche Schulungsveranstaltungen für die Vertrauenspersonen der schwerbehinderten Menschen, Arbeitgeberbeauftragte und Personal- und Betriebsräte durch. Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit informieren wir über unsere Aufgaben und Leistungen.


Das 2. Gesellschaftspolitische Forum der Deutschen Rheuma-Liga Brandenburg findet am 3. Dezember 2011 in Potsdam statt.
Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen.
Informationen und Anmeldung: www.rheuma-liga-brandenburg.de


Ansprechpartner

Petra Hoffmann

Leiterin der Geschäftsstelle
Tel.: +49 (331) 27 72 39 - 152

Ansprechpartner für die Medien

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