Tagesspiegel: "Springer muss erst Fernsehen lernen"
Joachim Huber kommentiert im Tagesspiegel die Übernahme von ProSiebenSat.1 durch Springer:
"Konken und andere Skeptiker gehen davon aus, dass es künftig eine Kampagne nach der anderen aus dem größer gewordenen Medienhaus geben werde. Das einfachste Beispiel: die CDU-Politikerin Angela Merkel zugleich in der auflagenstärksten Zeitung des Hauses, in der 'Bild', im zuschauerstärksten Fernsehprogramm Sat 1, gerne auch im Nachrichtenkanal N 24, in der seriösen 'Welt' und, und, und. Und alle lieben Angie?
Eine so einfache Annahme übersieht die Komplexität der Aufgabe. Auch Springer muss erst einmal beweisen, dass das Unternehmen, anders als die Visionäre der Daimler-Chrysler AG, mit einem integrierten Konzern erfolgreich arbeiten kann. Daimler-Chef Jürgen Schrempp kaufte den US-Autobauer Chrysler und danach den japanischen Hersteller Mitsubishi. Was in der Vorstellung der Manager nach Welt AG aussah, ist heute ein krisengeschütteltes, deutsch-amerikanisches Unternehmen."
Externe Artikel 06.08.2005 | Tagesspiegel
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