Tageszeitung
Sergej Lochthofen, Thüringer Meinungsführer
Presseschau
| 31.07.2009
Sergej Lochthofen wurde 1953 in Workuta am Ural als Sohn einer Russin und eines deutschen Gulag-Überlebenden geboren. Seit 1990 ist er Chefredakteur der Thüringer Allgemeinen - seit sich das Blatt, das bis dahin Das Volk hieß, als erste SED-Bezirkszeitung für unabhängig erklärt hatte.
"Er selbst verwandelte sich von einem Parteijournalisten zu einem wichtigen Meinungsführer in Ostdeutschland" und "erhob das Diktat der totalen Politikferne" für seine Redaktion. So schreibt Kai Schlieter, ehemaliger Berlin-Korrespondent des Blattes, in einem doppelseitigen Lochthofen-Porträt in der taz.
Der heute 55-Jährige, bis zur Wende Außenpolitik-Redakteur oder auch Nachrichtenredakteur, war weder in der Partei noch bei der Stasi - anders als einige seiner Kollegen, mit denen er am 28. Februar 1990 eine Mitarbeiter-Gesellschaft für die Zeitung gründete. Schon damals stieg die WAZ-Gruppe zu 50 Prozent ein. Inzwischen hat der Essener Konzern seinen Einfluss allerdings verstärkt. Mit Klaus Schrotthofer wurde ein eigener Mann in Thüringen als Geschäftsführer installiert, der intern "das Auge von Mordor" genannt wird.
"Er selbst verwandelte sich von einem Parteijournalisten zu einem wichtigen Meinungsführer in Ostdeutschland" und "erhob das Diktat der totalen Politikferne" für seine Redaktion. So schreibt Kai Schlieter, ehemaliger Berlin-Korrespondent des Blattes, in einem doppelseitigen Lochthofen-Porträt in der taz.
Der heute 55-Jährige, bis zur Wende Außenpolitik-Redakteur oder auch Nachrichtenredakteur, war weder in der Partei noch bei der Stasi - anders als einige seiner Kollegen, mit denen er am 28. Februar 1990 eine Mitarbeiter-Gesellschaft für die Zeitung gründete. Schon damals stieg die WAZ-Gruppe zu 50 Prozent ein. Inzwischen hat der Essener Konzern seinen Einfluss allerdings verstärkt. Mit Klaus Schrotthofer wurde ein eigener Mann in Thüringen als Geschäftsführer installiert, der intern "das Auge von Mordor" genannt wird.
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