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Die Welt:
Schwieriges Zeitungsgeschäft beim "Nordkurier" im Osten

Zu Besuch bei einer Regionalzeitung, wo eine Auflagenentwicklung von minus 2,5 Prozent als erstrebenswertes Ziel gilt, war Oliver de Weert für die Welt. Der gerade rundum erneuerte Nordkurier erscheint mit 106.000 Exemplaren im strukturschwachen Vorpommern, einem "Land ohne Leser". Vor fünf Jahren waren es noch 127.000. Immerhin: 2004 hatte er mit minus 2,7 Prozent noch die "beste" Auflagenentwicklung unter den ostdeutschen Tageszeitungen.

Finanzielle Gründe (18,70 Euro kostet die teuerste Abozeitung der neuen Länder monatlich) werden bei jeder dritten Abbstellung angegeben. Die neue Anmutung und neue Ideen wie abgedruckte SMS-Chats sollen das Blatt nun attraktiver machen und angeblich "mehr Wertigkeit" vermitteln.

Der Verlag, dessen im dörflichen Raum naturgemäß immens teurer Vertrieb inzwischen auch die Postzustellung übernommen hat, schreibt schon wieder schwarze Zahlen. Auch weil bei der Redaktion gespart wird und Lokalbüros zusammengelegt werden. Die Übernahme fertiger Seiten von der Nachrichtenagentur ddp, die 2002 in der Branche für Aufsehen sorgte, wurde allerdings wieder zurückgeschraubt. Politische Mantelseiten werden künftig wieder im Neubrandenburger Verlagshaus gemacht.
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Zuletzt bearbeitet 15.04.2005 12:29 Uhr