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Tagesspiegel:
Revolution in der Schweiz: die neue Weltwoche

Die Schweizer Weltwoche hat einen "revolutionären" Schritt von der Wochenzeitung zum Magazin nach angelsächsischen Vorbild getan. "Das gab es noch nie in der Geschichte der deutschsprachigen Printmedien", meint Norbert Thomma im Tagesspiegel. Verantwortlich für den Wesenswandel sind die Konkurrenz neuer Wochenmagazine, rund sieben Millionen Franken Jahresverlust (trotz einer gesunden Auflage von 85.000) und der vor einem Jahr benannte Chefredakteur Roger Köppel (37), der zuvor die Magazinbeilage des Tagesanzeigers machte. Die neue Weltwoche gibt nun die bisherige Ressortstruktur auf, ist optisch eher bieder, bleibt aber nicht vom "Gespenst des Kolumnismus" verschont, das derzeit die Schweizer Medien heimsucht. Ob das neue Konzept sich durchsetzen kann, hängt auch von den neuen Besitzern ab, einer Gruppe von rechts-konservativen Aktionären, die das Blatt in einer anonymen Nacht-und-Neben-Aktion übernommen hatten.
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Zuletzt bearbeitet 12.05.2002 12:50 Uhr