Plastische Chirurginnen helfen
vor Ort in Asien
Pressemitteilung
| 16.06.2010
Die Initiative WomenforWomen der Internationalen Vereinigung der Plastischen Chirurgen (IPRAS) hilft Frauen in asiatischen Ländern, die Opfer von Säureattentaten und Mitgiftanschlägen geworden sind – wir berichteten bereits kurz darüber. Gründerin ist IPRAS-Generalsekretärin, Dr. Marita Eisenmann-Klein. Wir sprachen mit der Regensburger Chefärztin, die auch Mitglied des anna fischer Beirats ist.
Wie ist die Situation konkret vor Ort, was finden Sie vor, wer sind Ihre AnsprechpartnerInnen – und wie erfahren die betroffenen Frauen von den Hilfsangeboten?
Dr. Eisenmann-Klein: Es gibt keine exakten Zahlen, aber Tatsache ist, dass in vielen asiatischen Regionen immer wieder junge Frauen Opfer von Anschlägen aus dem familiären Umkreis heraus werden: aus Eifersucht, weil eine Ehevereinbarung nicht die gewünschte Mitgift brachte oder gebrochen wurde. Dabei spielen Verbrennungen und Säureanschläge eine große Rolle, schlimme Verletzungen und Entstellungen entstehen. Das alles ist z. B. in Indien natürlich verboten, geschieht aber insbesondere in ländlichen Regionen immer wieder.
Unsere Initiative arbeitet, und das ist wichtig, eng mit ortsansässigen Fachkollegen und lokalen Hilfsorganisationen zusammen. Diese kennen die Situation genau, kennen auch die Patientinnen, können einschätzen, wo unser Einsatz notwendig ist. Wir treten also in Aktion, wenn wir gebraucht werden, dann, wenn die örtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft sind. In Indien haben wir z. B. inzwischen einen Koordinator, der die lokalen Kontakte hält. Wissen muss man auch, dass in den großen Städten unser Einsatz nicht notwendig ist, hier bestehen ausreichende Möglichkeiten der Hilfe.
Wie muss man sich diese Einsätze vorstellen?
Dr. Eisenmann-Klein: Wenn unser Team vor Ort ist, werden uns die Patientinnen vorgestellt, wir entscheiden dann, was konkret getan werden kann. Die vorhandenen Möglichkeiten der Krankenhäuser nutzen wir dabei ebenso wie die Kompetenz der Kollegen vor Ort. Wir vermitteln ihnen die Feinheiten plastischer Chirurgie, damit auch nach unserer Abreise eine weitere Behandlung der Patienten stattfinden kann. Nicht selten ist es erforderlich, je nach Schwere der Verletzungen bis zu 20 oder mehr Operationen im Verlauf einiger Jahre durchzuführen.
Für die Patientinnen sind diese Behandlungen kostenlos - wir finanzieren das ja aus Spenden und Mitteln der IPRAS. Und in Indien werden diese Patientinnen generell kostenlos behandelt, auch in Privatkliniken und anderen Krankenhäusern.
Wir von WomenforWomen arbeiten im Team, meist zwei oder drei erfahrene Plastische Chirurginnen und dazu Assistentinnen. Manchmal muss das unter sehr komplizierten äußeren Bedingungen geschehen, wie man sich vorstellen kann. Es ist eine große fachliche Herausforderung für uns, der wir uns gern stellen.
Wie leben die Frauen nach dieser Behandlung, haben sie die Möglichkeit, ein relativ geschütztes Leben führen zu können?
Dr. Eisenmann-Klein: Erfreulicherweise gibt es gerade in Indien diesbezüglich große Bemühungen, Netzwerke sind vor Ort, die solche Frauen unterstützen, sie wenn möglich in Arbeit bringen, die Familien betreuen. So wird z. B. eine Schwesternausbildung für betroffene Frauen angeboten.
WomenforWomen hat sich bisher vorzugsweise auf dem indischen Subkontinent engagiert, weitere Kontakte werden aufgebaut. So wollen wir mit engagierten Kolleginnen und Hilfsorganisationen in Zukunft auch im Irak, im Iran sowie auch in Afrika und Haiti helfend aktiv werden.
Wie ist die Situation konkret vor Ort, was finden Sie vor, wer sind Ihre AnsprechpartnerInnen – und wie erfahren die betroffenen Frauen von den Hilfsangeboten?
Dr. Eisenmann-Klein: Es gibt keine exakten Zahlen, aber Tatsache ist, dass in vielen asiatischen Regionen immer wieder junge Frauen Opfer von Anschlägen aus dem familiären Umkreis heraus werden: aus Eifersucht, weil eine Ehevereinbarung nicht die gewünschte Mitgift brachte oder gebrochen wurde. Dabei spielen Verbrennungen und Säureanschläge eine große Rolle, schlimme Verletzungen und Entstellungen entstehen. Das alles ist z. B. in Indien natürlich verboten, geschieht aber insbesondere in ländlichen Regionen immer wieder.
Unsere Initiative arbeitet, und das ist wichtig, eng mit ortsansässigen Fachkollegen und lokalen Hilfsorganisationen zusammen. Diese kennen die Situation genau, kennen auch die Patientinnen, können einschätzen, wo unser Einsatz notwendig ist. Wir treten also in Aktion, wenn wir gebraucht werden, dann, wenn die örtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft sind. In Indien haben wir z. B. inzwischen einen Koordinator, der die lokalen Kontakte hält. Wissen muss man auch, dass in den großen Städten unser Einsatz nicht notwendig ist, hier bestehen ausreichende Möglichkeiten der Hilfe.
Wie muss man sich diese Einsätze vorstellen?
Dr. Eisenmann-Klein: Wenn unser Team vor Ort ist, werden uns die Patientinnen vorgestellt, wir entscheiden dann, was konkret getan werden kann. Die vorhandenen Möglichkeiten der Krankenhäuser nutzen wir dabei ebenso wie die Kompetenz der Kollegen vor Ort. Wir vermitteln ihnen die Feinheiten plastischer Chirurgie, damit auch nach unserer Abreise eine weitere Behandlung der Patienten stattfinden kann. Nicht selten ist es erforderlich, je nach Schwere der Verletzungen bis zu 20 oder mehr Operationen im Verlauf einiger Jahre durchzuführen.
Für die Patientinnen sind diese Behandlungen kostenlos - wir finanzieren das ja aus Spenden und Mitteln der IPRAS. Und in Indien werden diese Patientinnen generell kostenlos behandelt, auch in Privatkliniken und anderen Krankenhäusern.
Wir von WomenforWomen arbeiten im Team, meist zwei oder drei erfahrene Plastische Chirurginnen und dazu Assistentinnen. Manchmal muss das unter sehr komplizierten äußeren Bedingungen geschehen, wie man sich vorstellen kann. Es ist eine große fachliche Herausforderung für uns, der wir uns gern stellen.
Wie leben die Frauen nach dieser Behandlung, haben sie die Möglichkeit, ein relativ geschütztes Leben führen zu können?
Dr. Eisenmann-Klein: Erfreulicherweise gibt es gerade in Indien diesbezüglich große Bemühungen, Netzwerke sind vor Ort, die solche Frauen unterstützen, sie wenn möglich in Arbeit bringen, die Familien betreuen. So wird z. B. eine Schwesternausbildung für betroffene Frauen angeboten.
WomenforWomen hat sich bisher vorzugsweise auf dem indischen Subkontinent engagiert, weitere Kontakte werden aufgebaut. So wollen wir mit engagierten Kolleginnen und Hilfsorganisationen in Zukunft auch im Irak, im Iran sowie auch in Afrika und Haiti helfend aktiv werden.
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