Spiegel Online, The Register:
Neue Google-Folklore zum Börsengang

Gerade noch wurde Google als neuer Such-Monopolist gescholten, jetzt küren Wirtschaftsjournalisten das Unternehmen plötzlich wieder zum Sympathieträger. Der Grund: Ihren Börsengang, der bis zu exakt 2.718.281.828 Dollar (das auf zehn Stellen gerundete Milliardenfache der Eulerschen Zahl) erlösen soll, ziehen die Kalifornier per Internet-Versteigerung durch und erlauben den Investmentbanken nur noch eine Nebenrolle. Da jubeln nicht nur Mathematiker, sondern auch Spiegel Online, weil Google "die feinbezwirnten Banker ein bisschen auf den Knien rutschen" lässt und "die Herren der Wall Street zu bloßen Erfüllungsgehilfen" degradiert. Ätsch! Hintergründiger, aber nicht ohne Sarkasmus über die messianischen Firmengründer ("Die Welt besser machen" lautet der Titel eines "Briefes der Gründer" im Emissionsprospekt) berichtet The Register über den Google-IPO. Nach der erstmaligen Veröffentlichung von Geschäftszahlen durch Google kommt das Fachmagazin zu dem Schluss: "Einfach gesagt, Google gesellt sich letztlich zu eBay, Yahoo! and Amazon.com als an der Börse gehandelte Gesellschaft, die eine weltbekannte Internetfirma mit einer gesunden Bilanz darstellt."
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