Netzeitung, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
"Netzeitung" ein Symbol für "Niedergang des Online-Journalismus"?
Stefan Niggemeier wirft der Netzeitung vor, aus finanziellen Gründen nur noch Journalismus zu "simulieren". Quellen würden ungenau benannt, von der Agentur dpa, die man kündigen musste, werde trotzdem unter der Angabe "nach Medienberichten" abgeschrieben.
Nicht nur die Zahl der Redakteure sei "minimal", sondern auch der Etat für Freie. Dem Prestigeobjekt "Altpapier", dessen Autoren noch ordentlich bezahlt würden, drohe die balde Einstellung. "Solange man bereit ist, das Niveau zu senken, läuft es weiter", zitiert Niggemeier einen ungenannten Mitarbeiter.
Michael Meyer, Chefredakteur und Mitbesitzer der Netzeitung, reagierte inzwischen auf den Artikel: Dieser enthalte "jede Menge unwahre Tatsachenbehauptungen". Die Netzeitung habe 50 regelmäßigen journalistischen Mitarbeiter im In- und Ausland und besitze dank der abonnierten Agenturen AP (deutscher und französischer Dienst), ddp, ddp-vwd, epd und Sportinformationsdienst eine solide Grundlage für die Berichterstattung.
In seiner Entgegnung legt Meyer nahe, dass es sich bei dem Sonntagszeitungs-Artikel um einen "Rachefeldzug" handle. Denn die Netzeitung habe kritisch über das letzte Buch des FAZ-Mitherausgebers Frank Schirrmacher berichtet.
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Zuletzt bearbeitet 05.07.2004 13:04 Uhr
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