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Financial Times Deutschland

Leo Kirch gibt nur noch seinen Namen

Nach dem Zuschlag durch die Deutsche Fußball-Liga werden wieder die alten Geschichten über Leo Kirch aus dem Archiv gekramt. Doch wieviel Kirch steckt wirklich hinter dem Deal, fragt die Financial Times Deutschland. "Ein fast 81-Jähriger, den die Diabetes nahezu blind gemacht hat, dessen Gliedmaßen nicht mehr richtig durchblutet werden, der noch immer nicht von seiner Bypassoperation genesen ist - dieser Mann soll nun die Fernsehrechte der Bundesliga vermarkten. Bis 2015. Dann wäre Kirch 89 Jahre alt."

Der wahre Dealmaker sei Kirchs Kronprinz Dieter Hahn. der sich als Rechtvermarkter rehabilitieren wolle, schreibt die FTD - und krabbelt zurück ins Archiv: Wie Hahn 1993 von Kirch als DSF-Geschäftsführer engagiert wurde; wie er 1996 die globalen Rechte an der Fußball-WM 2002 bis 2006 für 2,8 Milliarden Euro holte; wie Kirch ihn als Nachfolger seinem Sohn Thomas vorzog; und wie Kirch und Hahn nach der Pleite gegen die Deutsche Bank zu Felde zogen.

"Weil sich niemand anderer fand, der bereit war, eine halbe Milliarde pro Jahr zu zahlen", hätten sich die Vereine nun für die Kirch-Agentur Sirius entschieden - obgleich die Personen dahinter ihnen Bauchschmerzen bereitet hätten. Vertrauensbildend gewirkt hätten jedoch Kirch/Hahns Neuverpflichtungen von Dagmar Brandenstein, zuvor SportA, und des vormaligen Arena-Programmgeschäftsführers Dejan Jokic, der über beste Kontakte zum FC Bayern München verfügt.
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