Frankfurter Allgemeine Zeitung:
Keine Chance für Heuschrecken beim "Spiegel"
Presseschau | 09.05.2007
Spiegel Online wird im laufenden Jahr mehr Anzeigenumsatz machen als das Manager Magazin. Ob diese Hausnummer, die der neue Spiegel-Geschätsführer Mario Frank im Interview mit der FAZ ausgibt, nun in erster Linie für Deutschlands führende News-Website oder nicht doch eher gegen die Zeitschrift für Anzugträger aus gleichem Hause spricht, liegt im Auge des Betrachters.
Fest steht, dass trotz rasanter Steigerungsraten in der Internet-Werbung (plus 60 Prozent bei Spiegel Online im ersten Quartal) das Wohl und Wehe der Verlagsgruppe nach wie vor am gedruckten Spiegel hängt. Die Marke will Frank mit siebenstelligen Investitionen weiter stärken: Künftig soll das Montags-Magazin an drei weiteren Standorten - nach Berlin, Frankfurt und Lübeck auch in Hamburg, Düsseldorf und Dresden schon am Sonntag erscheinen. Zudem sind weitere DVDs zu Titelthemen des Heftes sowie regional erscheinenden Beilagen zu besonderen Anlässen geplant.
Dagegen fällt Frank zu Spiegel TV wenig Positives ein. Offenbar sieht er die Fernseh-Gesellschaft in Zukunft vor allem als Video-Produzent für den Online-Auftritt.
Besonders aufregend klingt das alles nicht. Selbst die in der Branche viel beflüsterten Spiegel-internen Querelen hören sich aus der Perspektive von Frank, der von Gruner+Jahrs Sächsischer Zeitung in das als "sehr intellektuell" gepriesene Umfeld der Brandstwiete kam, nicht besonders skandalträchtig an.
Der komplizierten Gesellschafterkonstellation gewinnt Frank sogar einen Vorteil ab. Denn so lange der Verlag wirtschaftlich so blendend dastehe wie heute, sei der Spiegel praktisch nicht zu übernehmen: "Die Mitarbeiter werden ihre Anteile nie verkaufen."
Fest steht, dass trotz rasanter Steigerungsraten in der Internet-Werbung (plus 60 Prozent bei Spiegel Online im ersten Quartal) das Wohl und Wehe der Verlagsgruppe nach wie vor am gedruckten Spiegel hängt. Die Marke will Frank mit siebenstelligen Investitionen weiter stärken: Künftig soll das Montags-Magazin an drei weiteren Standorten - nach Berlin, Frankfurt und Lübeck auch in Hamburg, Düsseldorf und Dresden schon am Sonntag erscheinen. Zudem sind weitere DVDs zu Titelthemen des Heftes sowie regional erscheinenden Beilagen zu besonderen Anlässen geplant.
Dagegen fällt Frank zu Spiegel TV wenig Positives ein. Offenbar sieht er die Fernseh-Gesellschaft in Zukunft vor allem als Video-Produzent für den Online-Auftritt.
Besonders aufregend klingt das alles nicht. Selbst die in der Branche viel beflüsterten Spiegel-internen Querelen hören sich aus der Perspektive von Frank, der von Gruner+Jahrs Sächsischer Zeitung in das als "sehr intellektuell" gepriesene Umfeld der Brandstwiete kam, nicht besonders skandalträchtig an.
Der komplizierten Gesellschafterkonstellation gewinnt Frank sogar einen Vorteil ab. Denn so lange der Verlag wirtschaftlich so blendend dastehe wie heute, sei der Spiegel praktisch nicht zu übernehmen: "Die Mitarbeiter werden ihre Anteile nie verkaufen."
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