Frankfurter Allgemeine Zeitung, Süddeutsche Zeitung:
Jan Mojito in der Morgenröte
Der Produzent Jan Mojto, der dieser Tage sowohl die Aachener Karlmedaille als auch den Bayerischen Fernsehpreis erhält, ist eine heimliche Lichtgestalt (der griechische Name seiner neuen Firma Eos bedeutet beziehungsreich Morgenröte) der deutschen und europäischen Fernsehbranche, trotzdem oder gerade weil er Programmchef des Pleitiers Leo Kirch war und immer noch vieles bei ihm auf Kirch zurückdeutet. In seltenen Einigkeit widmen ihm FAZ und Süddeutsche jetzt große Porträts, die einen ziemlich pathetisch, die anderen detailverliebt.
So erfährt man hier, dass der gebürtige Slowake vom Drang nach Freiheit beseelt ist, und dort, dass er - genau wie der alte Kirch - an seinem neuem Büro eine Dusche einbauen lässt. Die Lektüre dieser Mojito-Hymnen lässt nur einem Schluss zu: Der 55-Jährige "Jung-Unternehmer" ist ein packender Manager, und was er anpackt (zur Zeit vor allem Historien-Dokus), ist spannend und hat Erfolg.
In der SZ liest man auch, dass Mochitos Wanderfreund Markus Schächter heißt, was die sonst so kritischen Münchner - anders als die Freundschaft von Dieter Stolte und Leo Kirch - aber nicht auf böse Gedanken bringt. Neun Millionen Euro hat das ZDF - damals noch an die bereits insolvente KirchMedia - für den Mehrteiler Napoleon überwiesen, die Botschaft überbrachte Schächter seinem Freund persönlich morgens am Telefon. Wer wollte sich da nicht mit Mojito freuen?
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22.05.2003 | Frankfurter Allgemeine Zeitung
22.05.2003 | Süddeutsche Zeitung
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Zuletzt bearbeitet 22.05.2003 11:36 Uhr
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