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Berliner Zeitungq:
In der Krise ist die Auflage nicht mehr heilig

Angesichts der Zeitungskrise verzichten Verlage inzwischen freiwillig auf Auflage. So rät der Unternehmensberater Roland Berger der Süddeutschen Zeitung, einfach weniger Exemplare zu drucken. Dabei geht es vor allem um die unrentablen Sonderauflagen, die nur die Auflage schönen. Die Frankfurter Rundschau liefert bereits weniger Zeitungen ins Ausland und an hiesige Hotels. Auch der Kioskvertrieb wurde überprüft, denn nicht verkaufte Exemplare muss der Verlag zurückkaufen (Remittenden). Nun liefert die FR an Händler 6.000 Exemplare weniger. Beim Axel-Springer-Verlag lautet die Devise "rentable Auflage". Die Welt am Sonntag senkte die Zahl der an Fluggesellschaften abgegebenen Bordexemplare innerhalb eines Jahres von 79.000 auf 61.000.
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Zuletzt bearbeitet 21.11.2002 12:03 Uhr