Hausärzte sollten bei unklaren Beschwerden
immer auch an Borreliose denken
Pressemitteilung | 15.09.2010 15:22 Uhr
Halle, 15. September 2010. Hausärzte müssen noch stärker dafür sensibilisiert werden, ihre Patienten bei unklaren Beschwerden nach der Möglichkeit einer Borreliose-Infektion zu befragen. Das war der Tenor einer Veranstaltung des Borreliose Centrums Blankenburg (BCB) beim 22. Thementag des Hausärzteverbandes Sachsen-Anhalt. Durch Zeckenstich kann es zu Infektionen kommen, oft mit schwerwiegenden Folgen. Gerade das unklare Beschwerdebild – von Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen über Leistungsminderung, Schlafstörungen bis zu schwerwiegenden Herzmuskelerkrankungen – erschwert die Diagnose. Problematisch für in der Praxis tätige Mediziner sei auch, so Dr. med. Axel Hübner, Ärztlicher Direktor des Borreliose Centrums Blankenburg, dass über die Akzeptanz einer Chronischen Borreliose ein wissenschaftlicher Lehrmeinungsstreit entbrannt sei, der den Patienten schade.
Das BCB wie auch sein Partner, das Borreliose Centrum Augsburg, haben sich auf die Diagnose und Therapie der Chronischen Borreliose spezialisiert und beziehen sich dabei auf die Expertise der ILADS, eine der beiden großen internationalen Fachgesellschaften, und der Deutschen Borreliose Gesellschaft, die die Chronische Borreliose als schwerwiegende Erkrankung betrachten.
Man gehe in Deutschland davon aus, dass – so auch eine Studie der Techniker Krankenkasse – sich jährlich rund 750 000 Menschen bei einem Zeckenstich infizieren. Das sei die Spitze des Eisberges, betonte Dr. Hübner, „denn nicht immer ist die typische Wanderröte Kennzeichen eines Zeckenstichs“. Das führe zu erheblichen Problemen beim Erkennen der Borreliose.
Wichtig sei es, so die Teilnehmer der Veranstaltung, identifizierte Zeckenstiche zu beobachten, in der Wunde verbliebene Zecke zu entfernen, die Einstichstelle zu säubern. Beim Auftreten einer so genannten Wanderröte müssen Antibiotika über einen angemessenen Zeitraum verabreicht werden. Bei unklaren Beschwerden möglicherweise lange nach einem Zeckenstich sollten Patient und Arzt immer auch an Borreliose denken.
„Borrelientests“, unterstrich Allgemeinmediziner Simon Feldbach, Schönebeck, „sollten auch bei Krankenhauseinweisungen aufgrund unklarer Beschwerden in Erwägung gezogen werden.“
Das BCB wie auch sein Partner, das Borreliose Centrum Augsburg, haben sich auf die Diagnose und Therapie der Chronischen Borreliose spezialisiert und beziehen sich dabei auf die Expertise der ILADS, eine der beiden großen internationalen Fachgesellschaften, und der Deutschen Borreliose Gesellschaft, die die Chronische Borreliose als schwerwiegende Erkrankung betrachten.
Man gehe in Deutschland davon aus, dass – so auch eine Studie der Techniker Krankenkasse – sich jährlich rund 750 000 Menschen bei einem Zeckenstich infizieren. Das sei die Spitze des Eisberges, betonte Dr. Hübner, „denn nicht immer ist die typische Wanderröte Kennzeichen eines Zeckenstichs“. Das führe zu erheblichen Problemen beim Erkennen der Borreliose.
Wichtig sei es, so die Teilnehmer der Veranstaltung, identifizierte Zeckenstiche zu beobachten, in der Wunde verbliebene Zecke zu entfernen, die Einstichstelle zu säubern. Beim Auftreten einer so genannten Wanderröte müssen Antibiotika über einen angemessenen Zeitraum verabreicht werden. Bei unklaren Beschwerden möglicherweise lange nach einem Zeckenstich sollten Patient und Arzt immer auch an Borreliose denken.
„Borrelientests“, unterstrich Allgemeinmediziner Simon Feldbach, Schönebeck, „sollten auch bei Krankenhauseinweisungen aufgrund unklarer Beschwerden in Erwägung gezogen werden.“
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