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Kölnische Rundschau:
"Getrieben nicht von Meinungsmacht, sondern von Mehrwert"

Hermann Steveker kommentiert in der Kölnischen Rundschau die Übernahme von ProSiebenSat.1 durch Springer:

"Es gab Zeiten, da konnte man dem Axel-Springer-Verlag hier und da eines zu Recht vorwerfen: Platte Meinungsmache und politische Parteinahme. Sicher, Medien haben das Recht, gar die Pflicht, den Finger in die Wunden zu legen und zu urteilen. Dass an einer sachlich-objektiven Berichterstattung aber kein Weg vorbeiführt, ist mehr als eine Plattitüde. Ein solcher Journalismus ist angesichts der oft unterschätzten Mündigkeit der Bürger betriebswirtschaftliche Notwendigkeit. Das hat auch der Springer-Verlag gelernt, und das weiß auch dessen Vorstandschef Mathias Döpfner.

Vor diesem Hintergrund ist Döpfner, der sich mit der Übernahme des TV-Senders ProSieben.Sat.1 am Ziel seiner Träume sieht, auch nicht getrieben von einer möglichen Ausweitung der Springer-Meinungsmacht, sondern in allererster Linie von der Aussicht auf einen Mehrwert für seine Aktionäre. Ohnehin ist längst nicht sicher, ob Döpfner die eine oder andere Printmarke verkaufen muss, um den hohen Kaufpreis zu stemmen."
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Zuletzt bearbeitet 06.08.2005 12:34 Uhr