Berliner Zeitung:
Genervter Investigativjournalist freut den BND
Die Journalisten streiten weiter über die BND-Affäre, wie Andreas Förster, ebenfalls Opfer geheimdienstlicher Bespitzelung, in der Berliner Zeitung feststellt. Besonders genervt sei Hans Leyendecker, "einer der bekanntesten investigativen Journalisten hier zu Lande", der sich offenkundig "als Zielscheibe einer Kampagne sieht", hinter der er den von ihm attackierten Focus vermute, aber auch den Weilheimer Publizisten Erich Schmidt-Eenboom. Der setzte vor einer Zivilkammer des Hamburger Landgerichts eine einstweilige Verfügung gegen Leyendecker durch.
Der SZ-Mann darf Schmidt-Eenboom demnach nicht mehr als "Vertrauensperson" des BND bezeichnen. Allerdings stammt dieser Terminus aus dem Untersuchungsbericht des ehemaligen Bundesrichters Gerhard Schäfer. Die Hamburger Richter urteilten jedoch, der Schäfer-Bericht sei keine "privilegierte Quelle" sei wie etwa Gerichtsurteile, aus denen man Sachverhalte auch ohne Rückfragen an den Betroffenen wiedergeben könne. Leyendecker hätte demnach mit Schmidt-Eenboom reden müssen.
Förster sekundiert bei dieser Einschätzung insofern, als er feststellt, dass der Schäfer-Bericht "alles andere als das Ergebnis einer gründlichen Untersuchung" sei, was dem Autor aber nicht zur Last gelegt werden könne: Schließlich wurden Schäfer nur unvollständige und vom BND zuvor selektierte Unterlagen zur Einsicht vorgelegt, die zudem in Einzelfällen inzwischen nachgewiesene sachliche Fehler enthielten.
Einmal mehr stellt Förster fest, dem Bundesnachrichtendienst kämen die Streitigkeiten zwischen den Journalisten gelegen. "So lange sich die Medien mit sich selbst beschäftigen, so das Kalkül, geraten die eigentlich für die Affäre Verantwortlichen, die in der BND-Spitze sitzen, in den Hintergrund."
Der SZ-Mann darf Schmidt-Eenboom demnach nicht mehr als "Vertrauensperson" des BND bezeichnen. Allerdings stammt dieser Terminus aus dem Untersuchungsbericht des ehemaligen Bundesrichters Gerhard Schäfer. Die Hamburger Richter urteilten jedoch, der Schäfer-Bericht sei keine "privilegierte Quelle" sei wie etwa Gerichtsurteile, aus denen man Sachverhalte auch ohne Rückfragen an den Betroffenen wiedergeben könne. Leyendecker hätte demnach mit Schmidt-Eenboom reden müssen.
Förster sekundiert bei dieser Einschätzung insofern, als er feststellt, dass der Schäfer-Bericht "alles andere als das Ergebnis einer gründlichen Untersuchung" sei, was dem Autor aber nicht zur Last gelegt werden könne: Schließlich wurden Schäfer nur unvollständige und vom BND zuvor selektierte Unterlagen zur Einsicht vorgelegt, die zudem in Einzelfällen inzwischen nachgewiesene sachliche Fehler enthielten.
Einmal mehr stellt Förster fest, dem Bundesnachrichtendienst kämen die Streitigkeiten zwischen den Journalisten gelegen. "So lange sich die Medien mit sich selbst beschäftigen, so das Kalkül, geraten die eigentlich für die Affäre Verantwortlichen, die in der BND-Spitze sitzen, in den Hintergrund."
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Zuletzt bearbeitet 04.07.2006 12:44 Uhr
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