Sie befinden sich hier:
Sie sind: Gast | Login | Registrieren

Gendermedizin –
wie sehen Journalisten dieses Thema?

In einer nichtrepräsentativen Blitzumfrage (Ende Mai 2010) per Email an 402 Fachjournalisten fragten wir nach. 102 Journalisten beantworteten die Fragen, ein Rücklauf von 27,9 Prozent.

Für 61 Prozent dieser Journalisten ist der Begriff Gendermedizin feministisch belegt. 93 Prozent von ihnen antworteten auf „Wird die Gendermedizin Ihrer Meinung nach die Medizin in Forschung, Diagnostik, Therapie und Prävention beeinflussen?“ mit ja/eher ja. Große Einigkeit besteht auch darin, dass über Gendermedizin sowohl in den Fach- wie auch Publikumsmedien zu wenig berichtet wird.

Wie sieht es nun mit den Befragten selbst aus?

Voraussetzung für eine adäquate Widerspiegelung in den Medien ist zunächst das Verständnis des Themas. Und hier gibt es eine große Einmütigkeit:
96 Prozent der Journalisten bejahen die Frage: „Können Sie sich unter dem Begriff „Gendermedizin“ etwas vorstellen?“

Differenzierter die Antwort auf: „Wie fühlen Sie sich hinsichtlich der Gendermedizin informiert?“
Nur 39 Prozent der Journalisten halten sich für gut oder ausreichend über das Thema Gendermedizin informiert. Für immerhin 61 Prozent ist das nicht der Fall.

Entsprechend auch der Wunsch, intensiver über Gendermedizin informiert zu werden. Das möchten immerhin 82 Prozent der Journalisten, 14 Prozent halten sich bereits für gut informiert.





Auf die Frage: „Haben Sie das Thema Gendermedizin schon einmal journalistisch bearbeitet?“ konnten immerhin drei von vier Journalisten mit „ja“ antworten.
Diese Antwort scheint im Widerspruch zu der nach der Rolle der Gendermedizin in unseren Medien zu stehen. Allerdings muss man bei dieser Umfrage natürlich beachten, dass sie zum einen nicht repräsentativ ist, zum anderen sicherlich vorrangig die Journalisten geantwortet haben, für die das Thema von Interesse ist.
Ansprechpartner
Annegret Hofmann
Tel.: +49(30) 28 38 50 00
Call-back