Gendermedizin – was ist das überhaupt? Etwa doch nur ein Thema für Frauenärzte? Oder schon in der Forschungspipeline der Pharmafirmen? Was assoziiert der Begriff bei Kassenmanagern? Wie ist das eigentlich mit den unterschiedlichen Wirkweise von Medikamenten? Bei einer nichtrepräsentativen Blitzumfrage per Email an 332 Adressaten aus Gesundheitswirtschaft und Gesundheitssystem fragten wir nach. In diesem Zusammenhang wollten wir wissen, wie Verantwortliche in Gesundheitssystem und Gesundheitswirtschaft den Stand „Gendermedizin und Öffentlichkeit“ einschätzen.
Mit 72 Antworten betrug der Rücklauf 21,7 Prozent.
Hier eine kurze Zusammenfassung:
In 39% der Unternehmen spielen Fragen der genderspezifischen Medizin eine Rolle, 61% verneinten dies. War der Begriff „Gendermedizin“ noch vor Jahren vor allem feministisch belegt, hat sich das gewandelt: 72% der Antwortenden sahen hier keinerlei Verbindung.
Eine eindeutige Antwort ergaben die Fragen nach dem Thema „Gendermedizin“ in der Gesundheitsberichterstattung der Fach- und Publikumsmedien. Hier gingen die Meinungen nicht auseinander – Gendermedizin spielt in beiden Medienarten eine geringe bis gar keine Rollen.
Und wird die Gendermedizin die Medizin, Forschung,Diagnose, Therapie und Prävention beeinflussen?
78% der Antworten lauteten hier „Ja/eher ja“, nur 22% gaben ihr mit „eher nein“ wenig Chancen.
Auf die abschließenden Frage, ob die Gendermedizin innerhalb der Öffentlichkeitsarbeit der Befragten schon einmal thematisiert wurde, antwortete mit 33% nur ein Drittel mit ja.
Genau hier will das Team von anna fischer mit seinen Partnern vor allem aus Wissenschaft und Medizin ansetzen: Im März 2011 laden wir zu einer Veranstaltung „Gendermedizin und Öffentlichkeit“ ein. Wir holen viele Protagonisten aus Medizin, Wissenschaft, Politik und Verbänden, Krankenkassen und Unternehmen an einen Tisch und diskutieren Stand und Möglichkeiten der Gendermedizin – auf dem Weg in eine moderne, individualisierte Medizin.