Heute Nacht um 24 Uhr läuft die erste Frist für unverbindliche Angebote zur Übernahme von ProSiebenSat.1 ab.
"Zur Geisterstunde" könne sich die Zukunft der Münchner AG
"ein wenig" klären, schätzt die
Süddeutsche, die einen Kaufpreis von 27 Euro pro Aktie für realistisch hält. Zum Beispiel könnte es
"zu einem ganz besonderen Modell Forza Italia" kommen, wenn Silvio Berlusconis
Mediaset sich anschickt, von der Lombardei aus in München zu regieren.
Oder wird Berlusconi nur von Immer-noch-Eigner Haim Saban ins Feld geführt, um den Preis für die
"offenbar" vom früheren
Bertelsmann-Vorstand Arnold Bahlmann beratenen Investmentgesellschaften Permira und KKR in die Höhe zu treiben? Denen gehört bereits die in Skandinavien und Benelux tätige Sendergruppe
SBS Broadcasting, die mit dem Zukauf von
ProSiebenSat.1 zu einem starken europäischen Fernsehkonzern ausgebaut werden soll.
Vielleicht greifen aber auch andere Finanzinvestoren zu. Oder werden Saban und seine Mitinvestoren, die das Vierfache ihres ursprünglichen Kaufpreises erlösen könnten, mangels Käufer am Ende die eigene TV-Gruppe selbst zerschlagen, um ihr Investment endlich zu versilbern?