Sie befinden sich hier:
Sie sind: Gast | Login | Registrieren

Guardian, Süddeutsche Zeitung:
Fox News erfreut sich am "Krieg" mit Obama

Zwischen der Obama-Administration und dem rechtskonservativen US-Nachrichtensender Fox News herrscht offener Kriegszustand. Nachdem der US-Präsident im September mit dem Murdoch-Kanal nicht über seine Gesundheitsreform hatte sprechen wollen, sagte Anita Dunn, Kommunikationsdirektorin des Weißen Hauses, Fox News sei überhaupt kein Nachrichtensender und müsse sich deshalb eine Behandlung wie ein Gegner gefallen lassen.

Daraufhin schlug Fox zurück: Die Regierung sorge sich mehr um den Krieg mit Fox als um den richtigen Krieg in Afghanistan, sagte Moderator Glenn Beck. Er hat sich ein rotes Telefon ins Studio gestellt: Damit saich das Weiße Haus direkt über unfaire Berichterstattung beschweren kann. Sein Kollege Bill O'Reilly beschuldigte die US-Presse, einen "rhapsodischen" Umgang mit Obama zu pflegen, und bezeichnete die New York Times als "so weit links wie man nur stehen kann".

Etwas Besseres als Obama hätte Fox News überhaupt nicht passieren können, schreibt die Süddeutsche Zeitung. Die Zuschauerzahlen des Kabelsenders - letzte Woche im Schnitt 1,2 Millionen Zuschauer - sind so hoch wie nie. Wenn ein Präsident mit den Medien streite, dann helfe das eher den Medien, sagt der Geschichtsprofessor Allan Lichtman. "Selbst einige von jenen, die mit der Sichtweise des Weißen Hauses sympathisieren, stellen die Weisheit einer offenen Konfrontation mit einem großen Nachrichtensender in Frage", heißt es im Guardian.
Kommentare:
Seien Sie der Erste, der diesen Beitrag kommentiert >>>