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Tageszeitung:
Die Figuren im Rundfunkstaatsvertrags-Schach

Die taz hat angesichts der drohenden Verabschiedung des 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrages die publizistischen Fronten ausgelotet. Da wäre etwa die FAZ als "Speerspitze der Zeitungskampagne gegen die 'elektronische Presse von ARD und ZDF im Internet'" - Prädikat: "Hoher Einfluss in allen Lagen. " Oder ZDF-Intendant Markus Schächter, trotz seiner öffentlichen Zurückhaltung ein "Meister des kleinen Kammerspiels mit den Ministerpräsidenten", während dem ARD-Vorsitzenden Fritz Raff derzeit "der Anstaltshaufen wegen interner Streits um die Gebührenverteilung" auseinanderzufliegen droht - kontraproduktiv.

Auf Seiten der Politik kämpfen Ministerpräsident Günther Oettinger, als oberster CDU-Medienpolitiker "verlässlicher Partner für Burda & Co", und Martin Stadelmaier (SPD), dessen Chef Kurt Beck Vorsitzender der Rundfunkkommission der Länder ist. "Stand früher tief im Lager der Öffentlich-Rechtlichen. Heute aber nicht mehr tief genug, meint mancher in der ARD." Andererseits, das weiß auch taz-Medienredakteur Steffen Grimberg, sind die Rundfunkpolitiker der Länder auch Standortpolitiker. Zudem wollen sie gerne in "ihrem" Rundfunk vorkommen. Alles Gründe dafür, die Öffentlich-Rechtlichen nicht hängen zu lassen.
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