Der
Spiegel hat laut einem Posting bei
Spiegelblog seine eigene Datenschutz-Affäre. Betroffen ist allerdings nicht das Magazin selbst, sondern die Tochterfirma
Quality Service, die das Call Center betreibt und für den Abonnentenservice zuständig ist. Dort wehrt man sich gegen den Vorwurf, Krankendaten illegal gespeichert zu haben.
Einem internen Betriebsrats-Papier zufolge hat
Quality Service die Krankentage ihrer Mitarbeiter gesammelt und zusammen mit Arbeitszeugnissen und Provisionsabrechnungen in einer ungeschützten Datei abgelegt. Die privaten Daten fanden sich nicht etwa im Müll - wie die kürzlich
laut Spiegel beim Discounter Lidl gefundenen Krankendaten -, sondern
"zufällig" auf einem Server, auf den alle Mitarbeiter Zugriff haben.
Die Erfassung von Arbeitsunfähigkeitstagen und weiteren Abwesenheitstagen erfolge im Rahmen der üblichen und betrieblich notwendigen Maßnahmen, heißt es in einer Stellungnahme des Spiegel-Verlags und des Betriebsrats von Quality Service.
"Bedauerlicherweise" seien die vertraulichen Daten jedoch nicht gesichert gespeichert worden. Diesen Fehler habe man vor zwei Wochen festgestellt und umgehend behoben. Die Mitarbeiter seien darüber informiert worden.
In der
Selbstdarstellung von Quality Service heißt es übrigens zum Thema
"Innovative Technik für Erfolge im Kundenservice" ausdrücklich:
"Datenschutz ohne Kompromisse: Überwachung der Datenschutzbestimmungen durch den SPIEGEL-Verlag."