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Süddeutsche Zeitung, Berliner Zeitung:
Cicero ab 25. März auf der Zeitschriften-Bühne

Am 25. März erscheint die erste Ausgabe des politischen Monatsmagazins Cicero unter Leitung des ehemaligen Welt-Chefredakteurs Wolfram Weimer - 140 Seiten in einer Auflage von 100.000 Exemplaren. Erdacht wird das Angebot an politisch interessierte Bildungsbürger allerdings nicht in Berlin, sondern auf der anderen Seite der Glienicker Brücke in Potsdam, nur 200 Meter von dem Ort, an dem in den zwanziger Jahren die Weltbühne gemacht wurde. "Weltbühne" heißt denn auch eines der vier Kapitel der Zeitschrift (über Weltpolitik); die anderen nennen sich "Berliner Republik", "Kapital", "Salon" und "Medienmacht". Als Vorbild für Cicero dient das amerikanische Polit-Magazin Atlantic Monthly. Es gebe wieder ein "Bedürfnis nach ernsthafter intellektueller Auseinandersetzung", das man bedienen wolle, sagt Weimer. Der "Förderung der Debattenkultur" hat man sich verschrieben. Anders als andere Magazingründungen dieser Tage hat Cicero mit dem Schweizer Ringier-Verlag einen potenten Geldgeber im Hintergrund. So kann man sich prominente Federn leisten. Auch der feste Redaktionsstamm war gewiss nicht billig und rekrutiert sich aus WamS (Martin Hurek, stellvertretender Chefredakteur, Martina Fietz, Leiterin des Parlamentsbüros), Zeit, Focus oder Stern gearbeitet. Den Investitionsbedarf beziffert Ringier, wie die Süddeutsche bei einem Mittagessen erfuhr, auf zehn Millionen Euro. Angeblich ist auch Kanzler Gerhard Schröder, den Jim Rakete für die Nullnummer fotografiert hat, sehr an dem Magazin interessiert.
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Zuletzt bearbeitet 19.02.2004 14:56 Uhr