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Süddeutsche Zeitung:
Christoph Keese hat die WamS aufgemischt

Als "Manager, der schreibt", charakterisiert Hans-Jürgen Jakobs in der Süddeutschen Christoph Keese, der von der Financial Times Deutschland als Chefredakteur zu Springer gekommen ist, um die Welt am Sonntag für den Kampf gegen die im Kampf gegen die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung aufzupeppen. In nur vier Wochen habe der 40-Jährige mit engen Vertrauten ein völlig neues Sonntagsblatt gebastelt, heißt es anerkennend. Die neue WamS (weil auch die BamS am 8. August relauncht wird, mag Keese diese verwechselbare Abkürzung nicht) sehe ein bisschen aus wie eine gute Mischung aus Berliner Zeitung, Financial Times Deutschland, Tagesspiegel und FAS - alles Blätter, bei denen Art-Director Lukas Kircher zuvor gearbeitet hat. Porträtiert wird Keese ferner als "Neo-Linke, den andere einen aufgeklärten Wirtschaftsliberalen nennen". Als langhaariger Träger von Che-Guevara-Shirts habe er gegen jenen Ronald Reagan demonstriert, den er jetzt - neben Thatcher - für den größten Wirtschaftsreformer hält. Mit Springer-Chef Mathias Döpfner lernte er als Assistent bei Gruner+Jahr. Bei seinem Einstieg in der Redaktion habe Keese gleich eine Blut-Schweiß-und-Tränen-Rede gehalten. Aus ihren Einzelbüros müssen die Redakteur in Gruppenräume umziehen; das eigenständige Parlamentsbüro wird aufgelöst und mit Innen- und Außenpolitik zu einem Großressort vereinigt, das künftig Christian Reiermann, Ex-Spiegel, leitet.
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Zuletzt bearbeitet 15.07.2004 18:32 Uhr