Cottbus/Potsdam, 9. Dezember 2011. Rund 50 000 Menschen sind in Brandenburg an Rheuma, das in vielfältigen Formen auftritt, erkrankt. Eine umfassende Information von Patientinnen und Patienten ist wichtige Voraussetzung für die Nutzung aller vorhandenen medizinischen Versorgungsstrukturen, aber auch für die Wahrnehmung von Hilfsangeboten in sozialen Bereichen. Hier leistet der Landesrheumaplan 2012 der Deutschen Rheuma-Liga Brandenburg eine wesentliche Hilfe nicht nur für Betroffene, sondern auch für Ärzte, Unternehmen und Institutionen, die für und mit Menschen mit chronischen Krankheiten tätig sind. Der Landesrheumaplan, am vergangenen Wochenende in Potsdam während des 2. Gesundheitspolitischen Forums der Deutschen Rheuma-Liga Brandenburg vorgestellt, ist im Internet einsehbar und kann heruntergeladen werden:
http://www.rheuma-liga-brandenburg.de/home/layout2/med._versorgung_in_bb_70_0.html
Gemeinsam mit dem kompetenten Fachbeirat legt die Deutschen Rheuma-Liga Brandenburg damit ein umfassendes Kompendium zu allen Aspekten rheumatischer Erkrankungen und ihrer Behandlungsmöglichkeiten im Land Brandenburg vor. Zunehmend sind diese vor allem darauf ausgerichtet, die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern, Arbeitsunfähigkeit und vor allem Frühberentung zu vermeiden.
Den Belangen der im erwerbsfähigen Alter befindlichen Rheumapatienten, unter denen nicht wenige Jugendliche auf Berufssuche sind, widmete sich das 2. Gesundheitspoltische Forum in Potsdam schwerpunktmäßig. Die Referenten und Diskutanten nicht nur aus medizinischen Einrichtungen, sondern auch z. B. der Bundesanstalt für Arbeit, dem Integrationsamt, Krankenkassen usw., betonten: Rheumapatienten sind hoch motivierte Arbeitnehmer, die im Alltag oft nicht auf die erforderlichen Rahmenbedingungen treffen, um weiter berufstätig bleiben zu können. Die Deutsche Rheuma-Liga Brandenburg nahm aus der Debatte mit, als ein Koordinator in einem Netz von Hilfsangeboten für Betroffene alle Anstrengungen zu unternehmen, um Transparenz zu schaffen. Der Landesrheumaplan ist dafür eine wichtige Grundlage.
Im vergangenen Jahr war gemeinsam mit Kassenärztlicher Vereinigung Brandenburg, Rheumatologen und der AOK Nordost ein Strukturvertrag zur besseren Versorgung von Rheumapatienten ins Leben gerufen worden, der auf das möglichst frühe Erkennen und Therapieren der Erkrankung zielt und die Betroffenen ohne Zeitverlust in ein möglichst engmaschiges Betreuungsnetz einbindet. Dessen weitere Etablierung und mögliche Einbeziehung auch weiterer Krankenversicherungen ist eines der Anliegen des Rheumaplans 2012.
Zudem sind dort alle Ansprechpartner aus den unterschiedlichen Bereichen zu finden – über Schwerpunktpraxen und –kliniken, Rehaeinrichtungen im ambulanten und stationären Bereich bis hin zu den regionalen Gruppen der Deutschen Rheuma-Liga Brandenburg und deren Angeboten.