"Am liebsten und am leichtfertigsten wird in der Medienbranche vermutlich über die Bauer-Verlagsgruppe gelästert", schreibt Christian Meier im Tagesspiegel über den Öffentlichkeits-scheuen Hamburger Großverleger Heinz Bauer und seine Massen-Postillen - kommt dann in seinem Artikel aber ohne weitere Lästereien aus. Vielmehr notiert der Autor, dass etwa die Hälfte des Bauer-Umsatzes von schätzungsweise 2,5 Milliarden Euro aus dem internationalen Geschäft stamme: "Das gelingt keinem anderen deutschen Großverlag."
Dabei ist Bauer immer noch ein echter Familienverlag. Für Heinz Bauers Nachfolge stehen seine Frau Gudrun und auf längere Sicht vier Töchter bereit: Die älteste, Mirja Bauer, ist Herausgeberin der Zeitschrift Life&Style, wo ihre Schwester Nicole - außerdem Herausgeberin von InTouch, Chefredakteurin ist. Yvonne Bauer ist im Verlag für den Vertrieb zuständig; Saskia, die jüngste, arbeitet als Assistentin ihres Vaters. Bis die Töchter so weit sind, "wird sich der passionierte Flieger Heinz Bauer weiter penibel um sein Reich kümmern", keine Frage.