Austauschbare Presse: US-Blätter tauschen Inhalte
Artikel | 19.02.2009 18:31 Uhr
Die Krise macht's möglich: In den USA tauschen sogar konkurrierende Zeitungen Inhalte aus, um Kosten zu sparen, und werden damit selbst zunehmend austauschbar.
Jüngstes Beispiel: In New York und dem Nachbarstaat New Jersey vereinbarten fünf Blätter mit einer Gesamtauflage von über 1,3 Millionen Exemplaren die gemeinsame Nutzung von Texten und Bildern. Die beteiligten Blätter entwickeln sogar eine Computer-Plattform, um den Austausch der Inhalte zu erleichtern. "Besonders bemerkenswert" ist aber nach Ansicht der New York Times, dass sich mit The Star-Ledger and The Record auch die beiden größten Tageszeitungen von New Jersey beteiligen, die bisher als harte Rivalen galten.
Die New York/New Jersey-Allianz ist nicht die erste dieser Art: Auch in Ohio, Pennsylvania, Florida und Texas verbünden sich Zeitungen. Mit der Zusammenarbeit entlasten die Blätter nicht nur ihre durch Entlassungen stark geschrumpften Redaktionen - allein beim Star-Ledger wurde die Redaktion von 330 auf 150 Stellen verkleinert -, sie suchen auch nach Alternativen zum Agenturdienst von Associated Press, der vielen Verlagen zu teuer geworden ist. Im Poker um niedrigere Abonnements-Preise verzichtete der Star-Ledger Ende letzten Jahres schon für einen Tag demonstrativ auf AP-Meldungen.
Ähnlichkeiten zur WAZ-Gruppe, die mit ihrer dpa-Kündigung Ende letzten Jahres für Aufsehen in der Branche sorgte, sind ganz sicher nicht zufällig. Doch während die WAZ-Blätter noch an einer redaktionellen Zusammenlegung innerhalb des Verlages stricken, sind die US-Zeitungen schon "weiter" und kooperieren selbst über Verlagsgrenzen hinweg. Das wäre allerdings in Teilen der WAZ-Ländereien schon deshalb nicht möglich, weil es dort gar keine konkurrierenden Verlage mehr gibt.
Jüngstes Beispiel: In New York und dem Nachbarstaat New Jersey vereinbarten fünf Blätter mit einer Gesamtauflage von über 1,3 Millionen Exemplaren die gemeinsame Nutzung von Texten und Bildern. Die beteiligten Blätter entwickeln sogar eine Computer-Plattform, um den Austausch der Inhalte zu erleichtern. "Besonders bemerkenswert" ist aber nach Ansicht der New York Times, dass sich mit The Star-Ledger and The Record auch die beiden größten Tageszeitungen von New Jersey beteiligen, die bisher als harte Rivalen galten.
Die New York/New Jersey-Allianz ist nicht die erste dieser Art: Auch in Ohio, Pennsylvania, Florida und Texas verbünden sich Zeitungen. Mit der Zusammenarbeit entlasten die Blätter nicht nur ihre durch Entlassungen stark geschrumpften Redaktionen - allein beim Star-Ledger wurde die Redaktion von 330 auf 150 Stellen verkleinert -, sie suchen auch nach Alternativen zum Agenturdienst von Associated Press, der vielen Verlagen zu teuer geworden ist. Im Poker um niedrigere Abonnements-Preise verzichtete der Star-Ledger Ende letzten Jahres schon für einen Tag demonstrativ auf AP-Meldungen.
Ähnlichkeiten zur WAZ-Gruppe, die mit ihrer dpa-Kündigung Ende letzten Jahres für Aufsehen in der Branche sorgte, sind ganz sicher nicht zufällig. Doch während die WAZ-Blätter noch an einer redaktionellen Zusammenlegung innerhalb des Verlages stricken, sind die US-Zeitungen schon "weiter" und kooperieren selbst über Verlagsgrenzen hinweg. Das wäre allerdings in Teilen der WAZ-Ländereien schon deshalb nicht möglich, weil es dort gar keine konkurrierenden Verlage mehr gibt.
Externe Artikel
18.02.2009 | New York Times
18.02.2009 | MediaPost
10.09.2008 | The E&P Pub
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