Tageszeitung:
"Allein in der Möglichkeit liegt bereits eine Gefahr"
Steffen Grimberg kommentiert in der Tageszeitung die Übernahme von ProSiebenSat.1 durch Springer:
"Axel Springer ist und bleibt ein klar ideologisch ausgerichteter Konzern. Dafür stehen die fünf Unternehmensgrundsätze wie die unbedingte Unterstützung des transatlantischen Bündnisses mit den USA genauso wie die jüngst verkündete Absicht, im Wahlkampf keine Anzeigen der Linkspartei annehmen zu wollen. Genau dies unterscheidet den Springer-Konzern auch vom anderen Medienmoloch Bertelsmann. Bild und Welt, Hörzu und Rolling Stone könnten ihre publizistische Mission also demnächst zusammen mit ProSieben, Sat.1, Kabel1 und dem Nachrichtenkanal N 24 gemeinsam antreten - natürlich als neue, große Axel Springer AG. Allein in dieser Möglichkeit liegt bereits eine Gefahr für jede Demokratie.
Dass sich seit gestern prompt auch wieder die deutschen Journalisten-Verbände und Gewerkschaften mit düsteren Prognosen und vielen Bedenken zu Wort melden, ist dabei besonders ärgerlich: Denn die Absicht des Axel-Springer-Verlags, sich bei ProSiebenSat.1 die Mehrheit zu sichern, ist seit Jahren bekannt. Die große medienpolitische Diskussion, der Einfluss, den man in dieser Zeit hätte nehmen können, blieben aber aus."
"Axel Springer ist und bleibt ein klar ideologisch ausgerichteter Konzern. Dafür stehen die fünf Unternehmensgrundsätze wie die unbedingte Unterstützung des transatlantischen Bündnisses mit den USA genauso wie die jüngst verkündete Absicht, im Wahlkampf keine Anzeigen der Linkspartei annehmen zu wollen. Genau dies unterscheidet den Springer-Konzern auch vom anderen Medienmoloch Bertelsmann. Bild und Welt, Hörzu und Rolling Stone könnten ihre publizistische Mission also demnächst zusammen mit ProSieben, Sat.1, Kabel1 und dem Nachrichtenkanal N 24 gemeinsam antreten - natürlich als neue, große Axel Springer AG. Allein in dieser Möglichkeit liegt bereits eine Gefahr für jede Demokratie.
Dass sich seit gestern prompt auch wieder die deutschen Journalisten-Verbände und Gewerkschaften mit düsteren Prognosen und vielen Bedenken zu Wort melden, ist dabei besonders ärgerlich: Denn die Absicht des Axel-Springer-Verlags, sich bei ProSiebenSat.1 die Mehrheit zu sichern, ist seit Jahren bekannt. Die große medienpolitische Diskussion, der Einfluss, den man in dieser Zeit hätte nehmen können, blieben aber aus."
Externe Artikel
06.08.2005 | Tageszeitung
Mehr zum Thema ...
Kommentare:
Seien Sie der Erste, der diesen Beitrag kommentiert >>>
Zuletzt bearbeitet 06.08.2005 12:18 Uhr
@netzpresse
Newsfeeds
Suchen
Seiten-Index
Kontakt
Impressum