1. April: Der ZDF-Intendant heißt Peter Frey

Peter Frey, der erste ZDF-Cheredakteur, der aus dem ZDF kommt
Peter Frey, der erste ZDF-Cheredakteur, der aus dem ZDF kommt
Seit heute ist Peter Frey Intendant des ZDF als Nachfolger von Nikolaus Brender. Der Streit um dessen von Roland Koch und Co. blockierte Vertragsverlängerung habe die Mainzer Anstalt "emotional wundgescheuert", sagt der Neue. Brenders Retourkutsche, die Kritik an einem "Zuträgersystem“ im Sender, unterstützt er aber nur zum Teil. Politische Zuträger unter den ZDF-Mitarbeitern gebe es zwar, so Frey, aber kein System. Die Süddeutsche Zeitung druckte seine Abschiedrede auf den geschätzten Vorgänger.

Peter Frey ist parteilos und gilt - anders als sein ehemaliger Hauptstadtstudio-Kollege Peter Hahne - nicht als Unions-Gefolgsmann. Er ist Mitglied des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken und des Beirats von Misereor. Als Chefredakteur ist er künftig Herr über einen Etat von mehr als 500 Millionen Euro.

Eine Programm-Revolution plant der verbindliche 52-Jährige, der charakterlich einen Gegenpol zu seinem Vorgänger bildet, aber nicht. Die Magazine der Mainzer will er stärker profilieren, bekannte ZDF-Moderatoren wie Claus Kleber noch häufiger ins Programm rücken und auch besser von der neuen Technik des virtuellen Nachrichtenstudios abheben.
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